Isländischer Bergsteiger John Snorri Sigurjónsson am K2 vermisst Skip to content
John Snorri Sigurjónsson
Photo: John Snorri Sigurjónsson on Esja mountain, .

Isländischer Bergsteiger John Snorri Sigurjónsson am K2 vermisst

Der isländische Bergsteiger John Snorri Sigurjónsson bleibt auch weiterhin vermisst, nachdem er in der vergangenen Woche versucht hatte, den K2 im Himalayagebirge zu besteigen. Rettungsfachleute und Bergsteiger halten es für ausgesprochen unwahrscheinlich, dass John Snorri und seine zwei Gefährten noch am Leben sind, weil das Wetter in der Region seit Tagen sehr schlecht ist. Jóhn Snorris Ehefrau Lína Móeyr Bjarnadóttir hofft indes weiterhin auf ein Wunder und auf die Rückkehr ihres Mannes.

John Snorri war in Begleitung des pakistanischen Berghelden Ali Sadpara und des Chilenen Joan Pablo Mohr losgezogen. Sie hatten am vergangenen Freitag den Kontakt zum Basiscamp verloren, als sie nur noch 400 Meter vom Gipfel entfernt waren. Alis Sohn Sajid Sadpara, der bis auf 8200 Meter Mitglied der Gruppe gewesen war, hatte aufgrund eines Defekts am Sauerstoffgerät zurückkehren müssen. Er hatte nach seiner Rückkehr an der Suche nach den Vermissten teilgenommen und hält es für unwahrscheinlich, dass die Bergsteiger noch am Leben sind. Im Interview sagte er, die Suche nach seinem Vater sei keine Suche nach einem Lebendem.

Jóhn Snorris Ehefrau schrieb auf ihrer Facebookseite, sie hege immer noch Hoffnung. “Ich habe nicht aufgegeben und weiss dass da noch Raum für ein Wunder ist, weil die Woche noch nicht vorbei ist, sein Camp wird bis Samstag offenbleiben. Alle, die John Snorri Sigurjónsson kennen, wissen welche Kraft er hat und ich hoffe dass mehr Leute da draussen mir Wind unter meine Flügel geben, bis wir alles versucht haben.”

Hubschrauber und Flugzeuge der pakistanischen Armee hatten in den vergangenen Tagen ergebnislos den Berg abgesucht. Die Suche musste wegen Schlechtwetters mehrfach abgebrochen werden, bis zum Gipfel hatte keins der Hercules-Flugzeuge bislang aufsteigen können. Auch zu Fuss war nach den Vermissten gesucht worden.

Der 8611 Meter hohe K2 ist der zweithöchste Berg der Welt und gilt als grössere Herausforderung als der Mount Everest. Im Jahr 2017 war John Snorri der erste Isländer gewesen, der den Gipfel des auf der chinesisch-pakistanischen Grenze liegenden K2 erreichte. Danach wollte er alles daransetzen, den Gipfel auch im Winter zu erreichen. Am 15. Januar war ihm ein Team aus 10 nepalesischen Bergsteigern zuvorgekommen.  Dies war John Snorris zweiter Versuch der K2-Besteigung in diesem Winter.
Die Suche nach den Vermissten wird fortgesetzt, allerdings haben die Wetterbedingungen dies einer Pressemitteilung zufolge fast unmöglich gemacht.

Am Mittag wurde bekannt, dass die pakistanischen Behörden Besteigungen des K2 für den Rest des Winters verboten haben. Alle Bergsteiger, die noch auf dem Berg unterwegs waren, haben sich inzwischen auf den Rückweg zum Basislager gemacht.
In diesem Winter sind drei Todesopfer am K2 zu beklagen, ein Bulgarier und ein Spanier auf dem Rückweg vom Gipfel, ausserdem wurde am 19. Januar ein Russe am benachbarten Broad Peak tot aufgefunden.

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