Isländerin wird wegen oben-ohne Badens der Lagune verwiesen Skip to content
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Photo: Sundhöll swimming pool in Reykjavík..

Isländerin wird wegen oben-ohne Badens der Lagune verwiesen

Eine isländische Besucherin der neuen Badelagune Sky Lagoon in Kársnes ist heute des Hauses verwiesen worden, weil sie sich barbusig im Wasser befand, berichtet Vísir. Dilja Sigurðardóttir beschuldigt nun die Angestellten der Lagune der Geschlechterdiskriminierung.

Dilja hatte ihren Partner zum Jahrestag in die Lagune eingeladen. Sie sagt, sie sei in den vergangenen fünf Jahren Schwimmbäder immer ohne Oberteil besucht, auch um die weibliche Brustwarze aus dem sexuellen Zusammenhang zu holen und als rein biologisches Körperteil zu zeigen. Die Brustwarze werde gegen Frauen verwendet, zB durch digitale sexuelle Gewalt, und die Betrachtung der Brustwarze als sexuelles Symbol sei ein gesellschaftliches Phänomen, kein biologisches.
Sie habe sich die Baderegeln der Lagune vorher durchgelesen und keinen Hinweis darauf gefunden, dass Frauen ihre Brust verhüllen müssen. Nur das Nacktbaden ist verboten. Sie und ihr Partner seien natürlich beide in Badehosen ins Wasser gegangen, er sei jedoch nicht angesprochen worden.

Nach einer halben Stunde Badezeit wurde Dilja vom Personal aufgefordert, sich in ein Badeoberteil zu kleiden. Dilja wies den Angestellten darauf hin, dass er einen geschlechtlichen Unterschied mache, wenn er das von ihr verlange.
Daraufhin wurde der Geschäftsführer informiert, der androhte, den barbusigen Gast aus dem Wasser holen zu lassen, wenn er weiter oben ohne bleibe. Als Begründung gab er an, dass die Lagunengäste aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen kämen. Dilja fragt sich nun, ob das Schamgefühl von Touristen schwerer wiege als das Landesgesetz, welches eine geschlechtsgebundene Diskriminierung verbiete.
Am Ende verliess Dilja die Lagune, ihr Partner liess sich den Eintritt rückerstatten.

Nur einmal in den vergangenen fünf Jahren, so sagt Dilja, sei sie in einem Schwimmbad des Hauses verwiesen worden, und zwar 2017 im Jaðarsbakkalaug in Akranes.
Seit der Bewegung Free the nipple im Jahr 2015 hatte die Mehrzahl der isländischen Schwimmbäder offiziell das oben ohne Baden für alle Geschlechter gestattet.
Auch Reykjavíks grösstes Schwimmbad Laugardalslaug hatte nach der Free the Nipple Aktion isländischer Studentinnen und Aktivistinnen angekündigt, nichts gegen barbusige Badegäste zu haben.

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