Infektionskurve besorgniserregend, Maskenpflicht auf der Fähre Skip to content
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Photo: Wikimedia Commons.

Infektionskurve besorgniserregend, Maskenpflicht auf der Fähre

Gestern sind in Island 17 neue COVID-Fälle festgestellt worden, bei denen Leute sich innerhalb der Bevölkerung angesteckt haben. Nur in einzelnen Fällen haben sich die Personen bereits in Quarantäne befunden, berichtet RÚV. Drei Personen wurden an der Grenze positiv getestet.
Einige der Infizierten müssen nach Angaben von Víðir Reynisson, dem Leiter des isländischen Zivilschutzes, möglicherweise ins Krankenhaus eingewiesen werden. Er bewertet die derzeitige Situation nicht als Gruppeninfektion, sondern als neue Epidemie.

Auch ein Polizist wurde in Reykjavík positiv getestet, 13 seiner Kollegen mussten daraufhin in Quarantäne, und fünf Kollegen befinden sich in Quarantäne, bis das Ergebnis kommt.

Die vielen neuen Fälle innerhalb der Bevölkerung seien besorgniserregend, zumal sie zum Grossteil eine Folge des Volksfestes am gerade vergangenen Kaufmannswochenende auf den Westmännerinseln sind, wo Leute vom Festland zum Feiern hingefahren waren. Inzwischen befinden sich 48 Bewohner der Inseln in Quarantäne.

Immer mehr Fälle auf den Färöerinseln
Ähnliches ist auf den Färöerinseln passiert, dort breitet sich die Pandemie mit beängstigender Geschwindigkeit aus, berichtet RÚV. In den vergangenen Tagen sind dort 54 neue Fälle festgestellt worden, und allein gestern zusätzliche 38 Fälle. Nicht alle der gestern entnommenen 900 Proben sind bislang ausgwertet worden, und vor den Teststationen hatten sich lange Warteschlangen gebildet.
Auf den Färöerinseln hatte es drei Monate lang keinen COVID-Fall gegeben. Der Leiter des dortigen Gesundheitsamtes geht davon aus, dass die Infektionskette beim Volksfest Ólafsvaka Ende Juli in Gang gesetzt worden war.

Maskenpflicht auf der Fähre
Auf der Fähre Norröna werden die Seuchenschutzmassnahmen nun verschärft. Alle Fahrgäste müssen einen Mund-Nasenschutz überall dort tragen, wo die Zweimeter-Abstandsregel nicht eingehalten werden kann. Die Entscheidung ist nach Angaben von Geschäftsführerin Linda Gunnlaugsdóttir heute morgen gefällt worden.
In Seyðisfjörður hatte die Maskenpflicht bereits bei Ankunft und Abfahrt bestanden, viele Fahrgäste hätten ihre Maske aber auch auf den Färöerinseln bereits vor Aufkommen der vielen Fälle dort benutzt, sagt Linda.

Die Beschäftigten auf der Fähre müssen ihre Maske nun immer tragen, dürfen nicht mehr zusammen die Mahlzeiten einnehmen und werden zweimal die Woche getestet. Linda zufolge sei man bei Smyrillline sehr wachsam und jederzeit bereit, weitere Massnahme zu ergreifen, oder auch vermehrt ab Bord zu testen, wenn dies nötig erscheine.
Bislang hatte es an Bord der Fähre drei positive Fälle gegeben, die Personen waren sofort mit ihren Mitreisenden isoliert worden.

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