Immer mehr Polizeieinsätze, bei denen Stichwaffen konfisziert werden Skip to content

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Photo: James Case, CC 2.0.

Immer mehr Polizeieinsätze, bei denen Stichwaffen konfisziert werden

In den vergangenen Wochen hat die isländische Polizei eine steigende Anzahl an Vorfällen mit Waffenbeteiligung verzeichnet, dabei vor allem Messer. RÚV berichtet, die Waffen seien alle beschlagnahmt worden, und die Polizei erinnert daran, dass das Tragen von Waffen jeder Art dem Waffengesetz nach verboten ist.
Das Waffengesetz gilt für kleine Messer, wie Taschenmesser und für grössere Klingen. Die einzige Ausnahme besteht für Personen, die ein Messer für ihre Arbeit benötigen oder sich auf der Jagd befinden.

Bewaffnete Überfälle zu allen Tageszeiten
Konflikte mit Waffenbeteiligung kommen nach Angaben der Polizei nicht nur nachts oder am Wochenende vor, sondern am hellichten Tag, mitten in der Stadt und in manchen Fällen sogar in privaten Wohnungen.
Umfassende Statistiken zu Polizeieinsätzen, bei denen Stichwaffen zum Einsatz kamen, sind bislang noch nicht erhältlich, gab Rannveig Þórisdóttir, eine Abteilungsleiterin bei der Polizeidirektion, RÚV gegenüber an. Vorläufige Analysen weisen jedoch darauf hin, dass Personen, die Raubüberfälle unternehmen, oft bewaffnet seien, auch wenn die Waffen während des Raubes nicht immer benutzt würden. Die Zahl der bewaffneten Raubüberfälle scheint seit 2016 anzusteigen, was allerdings auch an der verbesserten Dokumentation seit dem Jahr liegen kann.

Drei Julimonate sahen Spitzen von 42 Vorfällen
In den Jahren 2015 und 2016 gab es monatlich im Durchschnitt 15 Vorfälle, bei denen eine Stichwaffe konfisziert wurde. Von 2017 bis 2019 stieg die Zahl auf 23 Vorfälle, bei denen ein Messer sichergestellt wurde. Im Juli 2018 und 2019 gab es Spitzen von jeweils 42 Vorfällen. Nach der COVID-Pandemie fiel die Zahl wieder auf 21 Vorfälle pro Mona,t bei denen Messer beschlagnahmt wurden.
Auch im gerade vergangenen Julimonat hatte es wieder 42 Vorfälle gegeben. Die Polizei weist darauf hin, dass diese Zahl nicht die Anzahl von Einsätzen widerspiegle, wo eine Person bewaffnet war, sondern nur die Zahl der Fälle, bei denen eine Stichwaffe konfisziert wurde.
Insgesamt verweisen die Zahlen jedoch darauf, dass in der Hauptstadt verstärkt Waffen getragen würden. Steigende Einsatzzahlen der bewaffneten Spezialeinheit der Polizei zeigten auf eine ähnliche Entwicklung.

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