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Photo: Screenshot from RÚV.

Immer mehr Gewalt in Downtown Reykjavík

In einem Interview mit dem Abendmagazin Kastljós hat gestern Abend ein leitender Polizeibeamter der Hauptstadtdirektion seiner wachsenden Besorgnis über die zunehmende Gewalt in Reykjavík Ausdruck verliehen. Die Schwelle für den Gebrauch von scharfen Waffen sei bei jungen Männern offenbar immer niedriger, hat er beobachtet.
Ásgeir Þór Ásgeirsson bestätigte Berichte, nach denen einige der Vorfälle, unter anderem eine Schiesserei in der Bar Dubliner in Reykjavík, auf gewisse Weise mit einem Messerangriff im Nachtclub Bankastræti Club im letzten Jahr zusammenhingen.
Auf die Frage, ob es sich bei diesen Vorfällen um eine Art von Bandenkrieg handle, sagte Ásgeir: “Bei einigen der Fälle stehen wir erst am Anfang der Ermittlungen … aber es gibt, wir wir gesehen haben, Gruppen in Downtown Reykjavík und über das Gebiet hinaus, die miteinander kämpfen.” Diese Gruppen seien relativ gross, so der Polizist.

Die meisten Beteiligten der jüngsten Attacken seien junge Männer, ein Umstand, der Besorgnis wecke. “Junge Leute, vor allem junge Männer, kämpfen immer häufiger in grossen Gruppen, und die Schwelle für den Gebrauch von scharfen Waffen ist ziemlich niedrig geworden,” gab Ásgeir an. Die Gewalt habe in den letzten Jahren zugenommen und sei extremer geworden.

Auch das Konzept von Gewalt habe sich bei den jungen Leuten verändert. “Wir hatten Umfragen, wo die Leute gefragt wurden, ob sie jemals Gewalt erfahren hätten, und die Antwort war ‘nein’. Auf die Frage, ob sie denn schon mal jemanden geschlagen oder gewürgt hätten, antworteten die selben Personen mit ‘ja’.”
Die Polizei sei immer häufiger gezwungen, grössere Einheiten ausrücken zu lassen, wenn Vorfälle mit scharfen Waffen gemeldet werden. “Es gibt mehr Training, um diesen neuen Umständen begegnen zu können, die um 2014 oder 2015 begannen … aber das sind Werkzeuge die wir gar nicht einsetzen wollen. Wir wollen Frieden in der Stadt. Wir müssen da eine Lösung finden. Und der einzige Weg, das zu erreichen, liegt darin, mit der Jugend zu arbeiten.”

In Bezug auf die neuerdings im Polizeieinsatz zugelassenen Taserwaffen meinte Ásgeir, die schärfste Waffe am Gürtel eines Polizisten sei neben der Feuerwaffe der Schlagstock. Weshalb die Taserwaffen nützlich seien. “Elektroschocker sind in der gleichen Kategorie wie Schlagstöcke eingeordnet.”

 

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