Illegale Sarah Bernhardt Plätzchen-Bäcker im Internet Skip to content

Illegale Sarah Bernhardt Plätzchen-Bäcker im Internet

Daheim gebackene Sarah Bernhardt Plätzchen (sörur) dürfen nicht verkauft werden, wenn der Zuckerbäcker nicht über die notwendigen Genehmigungen verfügt, sagte ein Sprecher des nationalen Bäckerverbandes RÚV gegenüber. Die arbeitsintensiven und ausgesprochen leckeren Plätzchen sind in Island ein beliebtes Vorweihnachtsgebäck, doch weil der Zubereitungsaufwand nicht unerheblich ist, war ein Schwarzmarkt im Internet aufgeblüht.

Sarah-Bernhardt-Plätzchen wurden in den 20ger Jahren in Dänemark erfunden, um an den Besuch der französischen Schauspielerin zu erinnern.
In Island waren “sörur” (Sarahs) von Ástríður Guðmundsdóttir populär gemacht worden. Sie hatte das Mandelplätzchen mit Cremehut und Schokoladenüberzug in einem dänischen Rezeptbuch gefunden und mit Kaffee verfeinert. Alle isländischen sörur-Rezepte gehen auf ihre Variante aus dem Jahr 1979 zurück, die sie zunächst mit ihren Lehrerkollegen in der Melaskóli teilte und später in einer Ausgabe der Kochpublikation Gestgjafinn veröffentlichte.

Inzwischen sind die Plätzchen so beliebt, dass immer mehr Leute sie vor Weihnachten zuhause backen und im Internet verkaufen.
“Das Gesetz ist klar, das ist total illegal,” sagte Gunnar Sigurðarsson vom isländischen Bäckerverband. “Leider. Du kannst sörur für Wohltätigkeitszwecke oder Benefizveranstaltungen zuhause backen, dafür haben wir Regelungen, die das erlauben, aber sobald du backst, um Profit zu machen, sitzt du am selben Tisch wie die anderen, auch die professionellen Bäcker.” Dann sind Genehmigungen fällig, und natürlich auch Steuern und Abgaben, und das Gesundheitsamt muss die Produktion genehmigen und überwachen. Gunnar zufolge kommen die Regeln von den Behörden, die Verantwortung liege nicht beim Bäckerverband.

Da hat er Ástríðurs volle Zustimmung: “Natürlich riskieren die Leute was, wenn sie sörur von Fremden kaufen, sie wissen doch nicht, wie das da zuhause aussieht.” Sie selber isst viel lieber hausgemachte sörur als die aus den Bäckereien.

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