Hund nach drei Wochen in Eis und Schnee vom Berg gerettet Skip to content
Photo: Screenshot Vísir/Stefán Örn Finnbogason.

Hund nach drei Wochen in Eis und Schnee vom Berg gerettet

An die 20 Mitglieder der regionalen Rettungswachten aus Bolungarvík, Hnífsdalur und Ísafjörður haben gestern abend unter schwersten Bedingungen einen Hund aus dem Bergmassiv Ófæri (isl.: der Unzugängliche) gerettet. Wie Vísir berichtet war die Bordercollie-Hündin Píla fast drei Wochen wie vom Erdboden verschluckt gewesen, nachdem sie am 6. Januar vor Feuerwerkskörpern geflüchtet war.
Die Suche hatte grossangelegt stattgefunden, am Ende hatte ein Kajakfahrer vom Meer aus die Hündin auf etwa 200 Metern Höhe in der unzugänglichen Bergwand entdeckt. Sofort machten sich die Retter auf den Weg und schickten eine Drohne in die Luft, die den Fund des Kajakruderers bestätigte.

“Das ist nicht gerade die bequemste Landschaft da oben, hinzu kamen Schnee und Eis,” berichtet Ragnar Högni Guðmundsson vom Rettungsteam. Er sagt, vor zehn Tagen habe man Hundespuren in dem Gebiet gefunden, eine Suche sei jedoch ergebnislos verlaufen. Danach war ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen über das Gebiet gezogen und man habe nicht weitersuchen können, zumal es auch spezieller Kletterausrüstug bedarf, um an dem Berg voranzukommen.

Gestern schliesslich nutzten die Retter den Tag mit gutem Wetter und befestigten Seile am Berg, um den Hund nach unten abzuseilen. “Eine Riesenaktion,” bestätigt Ragnar, “eine technische Aktion.” Um die Mittagszeit habe man den Hund in die Arme seiner erleichterten Besitzerin übergeben können.
“Píla muss sich die ganze Zeit da oben aufgehalten haben, und sie hat sicher nichts gefressen.” meint Ragnar. Zweifellos erstaunlich, dass der Hund unter diesen Bedingungen überlebt hat, zumal das Wetter in der Region zuletzt ausgesprochen schlecht gewesen war.

Der Pilot des Drohnenfluggerätes schüttelt immer noch den Kopf. “Ich bin viermal dort gewesen und habe den Berg abgeflogen. Da hat man nie etwas gesehen, aber möglicherweise hat sie sich eine ganze Weile in einer Vertiefung im Berg aufgehalten,” meint Stefán Örn Finnbjörnsson.

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