Hilfsgruppe für Leute in Quarantäne gegründet Skip to content

Hilfsgruppe für Leute in Quarantäne gegründet

Vor etwa zwei Tagen gründete Sara Lind Annþórsdóttir die Facebookseite Gefährdeten helfen (Hjálpum fólki í áhættuhópi), und mehr als 1200 Menschen haben sich der nicht-öffentlichen Gruppe bereits angeschlossen, als Freiwillige oder weil sie Hilfe in Anspruch nehmen wollen.
Da geht es darum, ins Geschäft zu gehen oder Erledigungen zu machen für solche, die wegen der Coronaseuche derzeit zuhause sind, entweder weil sie sich in Quarantäne befinden, oder weil sie wegen Vorerkrankungen auf sich Acht geben müssen.

“Ich hab die Gruppe gegründet, weil ich den Leuten um mich herum schon geholfen hab und einkaufen gegangen bin, in meiner Familie sind Leute mit Lungenerkrankungen, und dann sah ich im Internet, dass da mehrere sind, die Hilfe brauchen, und ich dachte, da könnten ja auch mehr Leute helfen,” sagte Sara Lind Vísir gegenüber.
Leute aus dem ganzen Land haben ihre Hilfe angeboten, ihren Wohnort angegeben und bitten darum, sie zu kontaktieren. Dabei sollen die, die etwas brauchen, sich mit den freiwilligen Helfern in Verbindung setzen. Es seien Leute in allen Altersstufen, sagt Sara, viele wollen auch nicht einkaufen gehen, weil sie ihre Angehörigen nicht einer Ansteckungsgefahr aussetzen wollen.
Auch Leute in Not, die kein Geld für Lebensmittel oder anderes Notwendige haben, sollen sich unbedingt melden.

Das isländische Rote Kreuz kümmert sich vor allem um seelische Verfassung der Leute in Quarantäne, denn hier besteht die grosse Gefahr einer Vereinsamung. Bislang hatte die Hilfsgruppe des RKÍ  Besuchsfreunde geheissen, doch nun änderte das Rote Kreuz den Namen in Telefonfreunde (símavinir).
Freiwillige wie Betroffene können sich registrieren und Anrufe erhalten, bzw einen Besuch am Telefon machen.
Brynhildur Bolladóttir vom Roten Kreuz ermuntert jeden, sich in seinem Nahumfed umzuschauen und einfach mal anzurufen, ganz gleich ob es Familienmitglieder sind oder Nachbarn.
In Island befinden sich bedingt durch die COVID-19 Pandemie derzeit 1700 Personen in Quarantäne, weitere 600 sind in freiwilliger Quarantäne.

 

 

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