"Hexenhaus" für alleinstehende Frauen am Bræðraborgarstígur geplant Skip to content
fire Vesturgata Bræðraborgarstígur
Photo: A screenshot from RÚV.

“Hexenhaus” für alleinstehende Frauen am Bræðraborgarstígur geplant

Der Ökowohnanbieter Þorpið Vistfélag hat das abgebrannte Haus am Reykjavíker Bræðraborgarstígur, wo im vergangenen Juni drei Menschen in den Flammen ums Leben gekommen waren, den Kaufzuschlag erhalten, berichtet Vísir. Der Verein will die Brandstätte reinigen und das Haus wieder aufbauen. Die Kosten dafür werden auf eine Mrd. ISK geschätzt.

Reinigung so schnell wie möglich
Þorpið vistfélagið hatte ein Kaufangebot für die Brandruine und das angrenzende Haus abgegeben, dieses ist nun akzeptiert worden. Rúnólfur Ágústsson, der Projektleiter des Vereins, bezeichnete den Kaufpreis als vertraulich, er beziehe sich aber auf Summen in den Versicherungsverträgen. Er hoffe, die Verhandlungen in den kommenden zwei Wochen abschliessen zu können, damit die Reinigungsarbeiten beginnen können.
Der städtische Baudezernent hatte das Gebäude als gefährlich bezeichnet und angemahnt, es könne mit dem nächsten Sturm davonfliegen. Die Ruine hatte so lange unberührt gestanden, weil Eigentümer und Versicherung sich nicht hatten einigen können. Nun ist der neue Eigentümer in der Pflicht, die Brandstätte zu sichern und zu säubern.

Haus für ältere Frauen
Þorpið vistfélag plant, auf dem Grundstück Ecke Bræðraborgarstígur und Vesturgata ein Haus in L-Form zu errichten, wobei das Haus Nr.3 in seiner ursprünglichen Form wieder erstehen soll. Entsprechende Pläne habe man bereits an die Stadtverwaltung geschickt.
Der Verein betreibt bereit günstige Wohnmöglichkeiten für junge Menschen in Gufunes. Das neue Gebäude am Bræðraborgarstígur soll nun Wohnmöglichkeiten für ältere Frauen bieten, die alleine wohnen, aber trotzdem in Gesellschaft leben möchten, ein sogenanntes “Babajaga-Schwesternhaus”. Die Babajaga ist eine im slawischen Kulturkreis bekannte Legendengestalt, die auch zaubern kann, von daher könnte die isländische Ausgabe “Nórnahús” (Hexenhaus) heissen, oder “Schwesternhaus”. In jedem Fall soll die zukünftigen Bewohnerinnen alle die gleichen Werte im Leben teilen: Feminismus, Nachhaltigkeit und Solidarität.

26 kleine Wohnungen mit Garten
In dem neuen Gebäude sollen 26 kleine Wohneinheiten entstehen, ausserdem Räumlichkeiten, die von allen Bewohnerinnen gemeinsam genutzt werden. Auch für einen Garten soll Platz geschaffen werden, ein ehrgeiziges Projekt im bestehenden Strassenbild.
Rúnólfur veranschlagt die Kosten auf 600 bis 900 Mo. ISK. Bis Anfang kommenden Jahres muss die Finanzierung stehen.

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