Heisses Wasser könnte im Winter Mangelware werden Skip to content

Heisses Wasser könnte im Winter Mangelware werden

Die Betriebsleiterin des Reykjavíker Wasserversorgers Veitna befürchtet eine Einschränkung der Heisswasserversorgung für die Bewohner der Hauptstadt, falls der kommende Winter sehr kalt ausfalle. Sólrún Kristjánsdóttir sagte RÚV gegenüber, die Versorgung mit heissem Wasser stosse im ganzen Land an ihre Grenzen. Gleichzeitig könnte sich der Bedarf im Hauptstadtbereich in den nächsten 40 Jahren verdoppeln.
„Eigentlich sind wir vielerorts im Lande schon an dem Punkt angekommen, an dem die installierten Leitungen den in den kommenden Jahren zu erwartenden Mehrbedarf nicht mehr bewältigen können,“ erklärte Sólrún.
Auch die Wasserversorger in Selfoss und im Nordland hätten mit dem Problem zu kämpfen. Bei Samorka heisst es, der Heisswasserverbrauch steige von Jahr zu Jahr, was sich unter anderem durch den Bevölkerungszuwachs und die hohe Touristenzahl erklären lässt. Oft wohnen auch weniger Personen in grösseren Häusern als früher.

Wassersparen in Aussicht gestellt
Für den Hauptstadtbereich sehe man bei der Nachfrage nach heissem Wasser zur Zeit ein Wachstum von 2,4% pro Jahr, damit werde sich die Nachfrage bis 2060 verdoppelt haben. Eine echte Lösung für das Problem sei bislang nicht in Sicht.
Ausser natürlich, neue Kraftwerke in Geothermiegebieten zu errichten und die vorhandenen besser zu nutzen. Und natürlich, Haushalte und Unternehmen zu ermuntern, besser mit der Resource Wasser umzugehen. Die Energiewende sei beim heissen Wasser noch lange nicht vollzogen.

Von den Verbesserungsideen, so Sólrún, habe man einiges wegen des Ukrainekriegs vor dem Winter nicht mehr umsetzen können. Es könnte also durchaus sein, dass Hauptstadtbewohner und Unternehmen an sehr kalten Tagen aufgefordert werden, Wasser zu sparen, da gehe es vor allen Dingen darum, den heissen Pott nicht zu füllen und die Heizung herunterzudrehen.

Schon in den vergangenen Jahren hatten kleinere Gemeinden in extremen Kälteperioden darum gebeten, den privaten Heisswasserverbrauch einzuschränken, teilweise waren auch öffentliche Schwimmbäder vorübergehend geschlossen worden, weil es nicht genügend heisses Wasser gab.

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