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Hebammen hinterlassen ihre Schuhe

Die 19 Hebammen, die gestern endgültig ihre Arbeitsplätze am Universitätskrankenhaus verlassen haben, hinterliessen ihre Schuhe auf den Stufen des Regierungssitzes in Reykjavík, berichtet Vísir.

Sie hatten Fotos von ihren Schuhen zuvor auf Facebook veröffentlicht, um auf die schlechte Gehaltssituation ihrer Berufsgruppe sowie auf den Notstand aufmerksam zu machen.

Am 18. Juli tritt für die noch beschäftigten Hebammen ein Überstundenverbot in Kraft, das Verbot war bei einer Urabstimmung mit einer 90 prozentigen Zustimmung beschlossen worden. Die Teilnahme an der Urabstimmung hatte bei 80 Prozent gelegen.

“Es kommt sehr oft vor, dass man länger bleiben muss, um eine Geburt zuende zu betreuen,” erklärt die Vorsitzende der Hebammenvereinigung, Katrín Síf Sigurgeirsdóttir. “Es gibt viele zusätzliche Schichten, eigentlich ständig, jeden Tag fehlt irgendeiner. Wir sind unterbesetzt, sodass die Belastung über sehr lange Zeit sehr hoch gewesen ist. Eigentlich sind viele Einrichtungen, besonders das Universitätskrankenhaus, Jahr für Jahr mit Notbesetzung gefahren, und das schien zur Norm geworden zu sein, die einfach nicht aufgeht und uns in die Lage gebracht hat, in der wir uns nun befinden. Das heisst also, dass das ein schwerer Schlag wird, und ich weiss nicht, wie die Einrichtungen das hinkriegen wollen.”

Isländische Hebammen absolvieren eine längere Ausbildung als ihre Berufsgenossinnen im Ausland. Sie studieren erst 4 Jahre Krankenpflege an der Universität, bevor sie den zweijährigen Hebammenzweig beginnen können. Das Anfangsgehalt nach dieser sechsjährigen Hochschulausbildung beträgt um die 400.000 ISK vor Steuern.

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