Grindavík: Weiterhin gesperrt, finanzielle Unterstützung unterwegs Skip to content
Grindavík earthquakes crevasse
Photo: Golli. Grindavík, Southwest Iceland. A crevasse formed by powerful earthquakes.

Grindavík: Weiterhin gesperrt, finanzielle Unterstützung unterwegs

Im evakuierten Grindavík ist die Lage unverändert. Die Zahl der Erdbeben ging etwas zurück und kein Beben erreichte mehr eine Stärke über M3. Allerdings besteht auch weiterhin die Gefahr eines Vulkanausbruchs, bestätigte die Katastrophenschutzexpertin beim isländischen Wetterdienst, Kristín Jónsdóttir RÚV gegenüber. Diesbezüglich hat sich der Fokus auf den Berg Hagafell gerichtet, wo zuletzt die stärksten Beben aufgezeichnet wurden. Andere Mutmassungen gingen dahin, ob es sich bei der Grabenbildung durch den Ort nicht um einen rein tektonischen Prozess gehandelt haben könnte.

Weiterhin Zutritt nur in Begleitung
Grindavík bleibt weiterhin aus Sicherheitsgründen gesperrt. Heute erhielten zuvor kontaktierte Bewohner aus der roten Zone Gelegenheit, in Begleitung von Einsatzkräften Wertgegenstände aus ihren Häusern zu holen. Das Viertel ist von der Grabenbildung besonders stark betroffen.
Nachdem gestern das Stadtarchiv fortgebracht werden konnte, war heute Landsbanki an der Reihe, hier wurden sämtliche Safes in den Hauptsitz nach Reykjavík transportiert.
Das Erdwärmekraftwerk Svartsengi wird seit heute vom Kraftwerk Reykjanesvirkjun ferngesteuert. Von der Blauen Lagune verlautete, dass man die Schliessung des Bades bis zum 30. November verlängere.

Währenddessen war noch gestern Abend der grösste Bagger Islands von der Sandmine am Ingólfsfall nach Svartsengi gefahren, um sich an den Bauarbeiten für den Schutzwall rund um das Kraftwerk zu beteiligen. Das vom isländischen Parlament abgesegnete Bauwerk soll durch eine Steuererhöhung für Hausbesitzer finanziert werden. Weder der Svartsengi betreibende Energiekonzern HS Orka noch die dem Kraftwerk angeschlossene Blaue Lagune gelten als Hausbesitzer, die sich an der Finanzierung beteiligen müssen.

Unterstützung für Betroffene
Am Vormittag hat Sozialminister Guðmundur Ingi Guðbrandsson ausserdem einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem finanzielle Unterstützung für die ortsansässigen Unternehmen bereitgestellt werden soll, die zur Zeit weder Einnahmen haben noch ihre Mitarebiter beschäftigen oder bezahlen können. Die Unterstützung soll nach einem Vorbild aus Pandemiezeiten gestaltet werden, über Gestaltung und Summen wird das Parlament morgen diskutieren.

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