Gonorrhoe-Infektionszahlen steigen, fragliche Antibiotikaresistenz Skip to content

Gonorrhoe-Infektionszahlen steigen, fragliche Antibiotikaresistenz

By Dagmar Trodler

Landspítali national hospital
Photo: Landspítali/Facebook.

Nach Angaben des isländischen Gesundheitsamtes ist in den ersten acht Monaten des Jahres bei 213 Personen die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe diagnostiziert worden. Im vergangenen Jahr waren es nur 158 Fälle gewesen, und diese Zahl hatte bereits einen 30 Jahre alten Rekord gebrochen.

Die Krankheit stellt sich vor allem bei Männern im Alter von 25 bis 34 Jahren und bei Frauen zwischen 25 und 29 Jahren ein und weckt eine Debatte über Antibiotikaresistenzen, aber auch über einen Rückgang beim Kondomgebrauch. Nach einer weiteren Theorie könnten auch symptomlose Personen die Krankheit unwissentlich übertragen, vor allem wenn sie auf den Gebrauch eines Kondoms verzichten.

Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass ähnliche Trends auf dem Kontinent und in den nordischen Ländern zu beobachten sind. Offenbar handelt es sich um zunehmend antibiotikaresistente Erreger, deren Verbreitung den Behörden Sorge bereitet.
“Eine steigende Antibiotikaresistenz erschwert die Behandlung der Gonorrhoe mit Antiobiotika und behindert Bemühungen, die Krankheit im Zaum zu halten und auszurotten.” warnt das Gesundheitsamt.

“Bei Männern zeigt sich das häufigste Symptom in einem Brennen oder Unwohlsein beim Urinieren (Urethritis), es kann eitrige Flüssigkeit aus der Harnröhre treten. Bei Männern ist der asymptomatische Verlauf seltener als bei Frauen. Infektionszeichen im Harn- und Genitalbereich bei Frauen zeigen sich oft anders, ausserdem Ausfluss und Schmerzen im Unterbauchbereich. Es können auch Blutungen ausserhalb der Periode auftreten, sowie brennende Schmerzen beim Wasserlassen. Frauen zeigen jedoch meist keine der nur schwache Symptome der Infektion.”

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