Glíma: isländisches Ringen soll UNSECO-Status erhalten Skip to content
glíma Icelandic wrestling
Photo: Glímusamband Íslands/Facebook.

Glíma: isländisches Ringen soll UNSECO-Status erhalten

Der isländische Ringersport glíma könnte bald auf der UNESCO-Liste für immaterielles Kulturerbe stehen, berichtet RÚV. Bei der glíma ergreifen die Sportler ihren Gegner an der Hüfte und versuchen ihn zu Boden zu werfen.
Glíma kam mit norwegischen Siedlern nach Island. Ursprünglich warf man sich an den Hosen zu Boden, doch im Jahr 1905 wurde ein spezieller Hüftgurt entwickelt, der dem Sportler einen besseren Griff ermöglichte. Der Sport ist bekannt dafür, dass Technik mehr gilt als Kraft, und bei den olympischen Sommerspielen im Jahr 1912 hatte es eine öffentliche Vorstellung der glíma gegeben.

Guðmundur Stefán Gunnarsson ist glíma-Trainer in Njarðvík. Er arbeitet daran, den Sport auf die UNESCO-Liste für immaterielles Kulturerbe zu bringen. Einen ersten Meilenstein hat er kürzlich erreicht, als der Sport zum isländischen Kulturerbe ernannt und registriert wurde.
Guðmundur Stefán zufolge ist die Arenenatmosphäre bei der glíma sehr positiv, und die Wettkämpfe durch gegenseitigen Respekt der Athleten gekennzeichnet. Heiðrún Fjóla Pálsdóttir, eine glíma-Kämpferin die schon viele Preise gewonnen hat und ebenfalls unterrichtet, ist dergleichen Ansicht. “Da ist so eine unglaublich gute Moral in der isländischen glíma. Alle sind Freunde, und haben immer soviel Spass zusammen.”

 

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