Gesundheitsbehörden prüfen Kauf von COVID-Medikament Molnupiravir Skip to content
Minister of Health Svandís Svavarsdóttir
Photo: Golli. Minister of Health Svandís Svavarsdóttir.

Gesundheitsbehörden prüfen Kauf von COVID-Medikament Molnupiravir

Die isländischen Gesundheitsbehörden prüfen derzeit den Kauf von 1500 Dosen Molnupiravir (welches unter dem Namen Lagevrio vermarktet wird), berichte RÚV. Molnupiravir ist in der EU derzeit noch nicht zugelassen, auch wenn die Europäische Arzneimittelkommission bereits in einigen Fällen Ratschlag in Ausnahmefällen erteilt hat.

Auf Anfrage von RÚV bestätigte das Gesundheitsamt den Kauf von besonderen Medikamenten zur Behandlung von COVID-19 in Kliniken im Wert von 160 Mio ISK (1,1 Mio EUR), zusätzlich zur normalen Behandlung. Ausserdem prüfe man den Kauf von 1500 Dosen des Antiviruspräparates Molnupiravir. Wie es in einer Zusammenfassung der britischen Arzneimittelbehörde heisst, handelt es sich bei Molnupiravir um eine “antivirale Medizin, die die Replika von bestimmten RNA Viren enthält und die zur Behandlung von COVID-19 bei SARS-CoV-2 infizierten Patienten eingesetzt wird.”
Trotz fehlender Zulassung sind für das Medikament von der Europäischen Arzneimittelbehörde in Anbetracht steigender Fallzahlen bereits Ausnahmegenehmigungen in Aussicht gestellt worden.
“Das Medikament, welches zur Zeit in der EU nicht zugelassen ist, kann zur Behandlung Erwachsener mit COVID-19 eingesetzt werden, die keine Sauerstoffsubstitution benötigen und die ein erhöhtes Risiko haben, einen schweren COVID-Verlauf zu entwickeln. Molnupiravir sollte so rasch wie möglich nach Diagnose von COVID-19 zum Einsatz kommen, und innerhalb von fünf Tagen nach Beginn der Symptome. Das Medikament, welches in Kapselform erhältlich ist, sollte zweimal täglich über fünf Tage eingenommen werden.” Schwangere wird von der Einnahme des  Medikaments abgeraten.

Grossbritannien hat die Therapie bereits zugelassen und 480.000 Dosen bestellt, die im kommenden Monat erwartet werden. Der Leiter der Gesundheits und Sozialbehörde, Sajid Javid nannte Molnupiravir einen “gamechanger”.
Auch in Dänemark ist das Medikament bereits bestellt und soll vor Weihnachten geliefert werden. “Die Pille könnte verhindenr dass das Coronavirus sich vervielfacht, und damit hätte man weniger Virus im Körper,” erklärte Professor Lars Østergaard von der Universitätsklinik in Aarhus. “Damit ist das Übertragungsrisiko gemindert, was dabei helfen könnte, die Ausbreitung der Infekrion zu verlangsamen.”
.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter

Recommended Posts