Gestiegene Bussgelder und mehr Raser auf Islands Strassen

 In Gesellschaft

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Verkehrsdelikte um 8000 Fälle gestiegen. Und das, obwohl die Überwachungskameras in Südisland wenig genutzt wurden und die Bussgelder erheblich angehoben worden sind, berichtet RÚV.

Einer ersten Statistik der Polizei ist zu entnehmen, dass es im vergangenen Jahr 78.000 Verkehrsdelikte gegeben hat, eine Steigerung um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten Delikte umfassten zu schnelles Fahren, etwa 61.000 Fälle, hier betrug der Anstieg 11 Prozent. Der grösste Teil der Raser wurde per Überwachungkamera erwischt.

Die Zahl der Verkehrsdelikte stieg je nach Landesteil unterschiedlich an.

Im Hauptstadtgebiet stieg sie um etwa 6000 oder 15 Prozent, in der Region Suðurnes um 32 Prozent, in Westisland um 90 Prozent.

Der meiste Anstieg ist für den Norden zu verzeichnen, hier lag er bei 145 Prozent, bzw ist von 3000 Delikten auf 7500 Delikte gestiegen. Seit Beginn vergangenen Jahres sind dort zwei Polizisten ausschliesslich mit der Verkehrskontrolle beschäftigt.

Im Nordosten ist die Zahl der Verkehrsdelikte im vergangenen Jahr um ein Viertel zurückgegangen.

“Das sind vor allem Delikte wegen zu schnellen Fahrens, und die unterliegen natürlich total im Aktionsbereich der Polizei. Im Jahr 2017 hatten wir ein speziell ausgerüstetes Fahrzeug hier, von Mai bis September, welches sehr gute Arbeit geleistet hat, was das angeht,” erklärt die Leiterin der Polizei von Norðurland eystra, Halla Bergþóra Björnsdóttir. Im vergangenen Jahr habe man mehr Augenmerk auf das Fahren unter Alkohol- und Rauschmitteleinfluss gelegt und dabei mehr Autofahrer erwischt.

Seit dem 1. Mai 2018 gilt in Island ein neuer Bussgeldkatalog mit erheblich empfindlicheren Strafgeldern. Für die Benutzung vom Handy am Steuer müssen Autofahrer nun achtmal soviel zahlen wie vorher, das Überfahren einer roten Ampel kostet nun 30.000 ISK, statt vorher 15.000. Auch die Bussgelder fürs zu schnelle Fahren stiegen erheblich.

“Ich denke, das schreckt viele ab, aber natürlich nicht alle, das ist offensichtlich. Dann muss man das natürlich im Verhältnis zum Verkehrsaufkommen sehen, das ist auch gestiegen.” sagt Halla.

In diesem Jahr soll im Nordosten nun noch mehr kontrolliert werden, ein Fahrzeug soll nur zu diesem Zweck im Einsatz sein. “Wenn wir mehr Polizisten hätten, könnten wir mehr ausrichten,” regt sie an.

 

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