Geldingadalir: Freiwillige Retter werden für Arbeiten an der Infrastruktur bezahlt Skip to content
Search-and-rescue volunteers by the crater in Geldingadalur on the Reykjanes peninsula
Photo: Gollil. Search-and-rescue volunteers monitored the area and aided tourists who ran into trouble.

Geldingadalir: Freiwillige Retter werden für Arbeiten an der Infrastruktur bezahlt

Die Freiwilligenorganisation Landsbjörg wird vom Staat für ihre Arbeit an der Eruptionsstelle in den Geldingadalir entlohnt. Dazu ist gestern eine Vereinbarung zwischen dem Staat und Landsbjörg über eine Hilfsmannschaft für den Zivilschutz geschlossen worden, innerhalb dessen die Freiwilligen für ihre Mithilfe entlohnt werden.
Seit Beginn des Ausbruchs vor genau einer Woche war die Belastung für die Freiwilligen immer weiter gestiegen, vor allem bei der Sicherung des Geländes, damit keiner der vielen tausend Besucher in Lavanähe verunglückt, berichtet das Fréttablaðið.

Wie Einsatzleiter Guðbrandur Örn Arnason bestätigte, ist gestern ein aus dem Jahr 2012 stammender Vertrag zwischen der Polizei und Landsbjörg aktiviert worden. Dieser Vertrag wird immer dann aktiviert, wenn eine Naturkatastrophe vereinte Kräfte notwendig macht. Die Freiwilligen, die in dem Gebiet Dienst tun, arbeiten dann zu den gleichen Bedingungen wie andere, die der Hilfseinheit angehören. Damit erhalten die Freiwilligen dann einen Lohn. Es wird noch darüber verhandelt, ob die Entlohnung auch rückwirkend gelten soll.

Bezahlt werden Arbeiten rund um den Ausbruch, wenn jedoch Personen gesucht und gerettet werden müssen, ist das auch weiterhin eine freiwillige Leistung. “Dafür kassieren wir nie etwas,” versichert Guðbrandur.
Die Retter entscheiden selber, ob sie das Geld persönlich annehmen, oder ob es der jeweiligen Ortsgruppe zugute kommt.

“Das ist das grösste 17. Juni Projekt ausserhalb des 17. Juni,” erklärt Guðbrandur. “Wir hatten bis zu 10.000 Mann über den Tag verteilt in dem Gebiet und das ist ein anspruchsvolles Projekt. Die meisten halten sich fünf oder sechs Stunden dort auf. Diese Zahlen sind nach der Anzahl der Autos in dem Gebiet erstellt worden, etwa 2000 Autos, die überall herumstanden.”
Vorgestern haben 5000 Personen die frische Lava besucht, gestern immerhin noch 1200, wie man dem seit Mittwoch installierten Personenzähler der Tourismusbehörde entnehmen kann.

Auch an der Infrastruktur wird auf Hochtouren gearbeitet. Insgesamt 10 Mio ISK sind bereitgestellt worden, um Toiletten, Parkplätze, Beschilderung und verbesserte Wanderwege zu finanzieren.
Das Geld stammt nach einer Entscheidung von Tourismusministerin Þórdís Kolbrún Reykfjör’ Gylfadóttir aus dem Exekutivfonds für Tourismus und wurde an die Stadt Grindavík geleitet, die mit Planung und Bauaufsicht betraut ist.

 

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