Gefahrenzustand auf dem Arbeitsmarkt durch wachsende Ausbeutung Skip to content
Locals and tourists enjoy the sunshine in Reykjavík's Austurvöllur square.
Photo: Golli.

Gefahrenzustand auf dem Arbeitsmarkt durch wachsende Ausbeutung

Als Gefahrenzustand für den Arbeitsmarkt bezeichnete die Präsidentin des Gewerkschaftsdachverbandes ASÍ das Zusammentreffen von hohem Bedarf an Arbeitskräften und dem Zustrom ausländischer Arbeitskräfte, die ihre Rechte nicht kennen. Drífa Snæland forderte mehr Arbeitsplatzkontrolle, der jetzige Zustand sei nicht hinnehmbar, berichtet RÚV.

Allzuoft gebe es Nachrichten im Land von ausländischen Arbeitskräften, die nicht respektiert würden, lange Schichten gegen geringen Lohn absolvierten. Vor dem Wochenende hatte der Geschäftsführer der Gewerkschaft für Facharbeiter ein Umdenken und bessere Behandlung ausländischer Arbeitnehmer gefordert, sowie verstärkte Kontrollen und mehr Widerstand der Gewerkschaften.
Drífa erklärte, die Situation biete sich vor allem im Tourismus und anderen servicegeprägten Branchen, und nun drängten zunehmend Personen mit sensiblem Hintergrund auf den Arbeitsmarkt, wie etwa Flüchtlinge, Asylbewerber u.ä.
Arbeitsplatzkontrolle müsse von allen Gewerkschaften, den Kontrollbehörden und dem Arbeitsamt verstärkt betrieben werden, um kriminelle Aktivitäten auf dem Arbeitsmarkt zu verhindern, denn solches schade dem Ansehen des isländischen Arbeitsmarkt als Gesamtes.
Die schlimmsten Beispiele fänden sich, so Drífa, in der Tourismusbranche. Dort hat es nach der COVID-Pandemie den meisten Zuwachs gegeben und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist sehr hoch.

Drífa sagt, die stärkste Waffe sei das Bewusstsein und die Kenntnis seiner Rechte und Pflichten als Arbeitnehmer, aber auch als Arbeitgeber. Hier sei es besonders wichtig, diese Informationen an die ausländischen Arbeitskräfte weiterzuleiten.

 

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter