Frauen in Island tragen immer noch die Hauptlast des Haushalts Skip to content

Frauen in Island tragen immer noch die Hauptlast des Haushalts

Frauen in Island reduzieren ihre bezahlte Arbeit eher als Männer, um im Haushalt unbezahlte Arbeit zu verrichten. Sie dehnen auch eher ihre Elternzeit aus und tragen mehr Verantwortung, wenn es um den Kontakt mit Lehrern und Schule geht. Acht Prozent aller Männer machen sich niemals Gedanken um Haushaltsaufgaben oder Kinderbetreuung.

Dies ist einer Studie von Varða zu entnehmen, einem Forschungsinstitut, das auf den Arbeitsmarkt spezialisiert ist. Die Studie untersucht, wie Paare ihr Arbeits- und Familienleben ausbalancieren und basiert auf einer Befragung von Eltern mit Kindern zwischen einem und 12 Jahren, berichtete Heimildin zuerst.

Frauen arbeiten eher in Teilzeit
Aus der Studie geht hervor, dass Frauen eher in Teilzeit arbeiten als Männer: 68% aller Mütter haben einen Vollzeitjob, und 96% aller Väter. Als Hauptgrund für den Teilzeitjob geben Mütter an, dass es so einfacher ist, Job und Familie unter einen Hut zu bringen. Frauen tragen mehr Verantwortung für die Kinderbetreuung nach der Elternzeit, übernehmen in grösserem Masse den Kontakt zu Schule und Nachmittagsbetreuung als Männer und machen sich mehr Gedanken über Haushaltsfragen und Kinderbetreuung als Männer. Frauen wählen auch ihre berufliche Karriere öfter als Männer so, dass Berufsleben und Familie vereinbar sind.

Obwohl Island weltweit eine der höchsten Beschäftigungsraten bei Frauen hat, und die Insel auch beim Thema Gleichberechtigung ziemlich gut da steht, reduzieren Frauen eher ihre Arbeitszeit zugunsten der Familie als Männer.
Darüber hinaus tragen sie die Hauptlast bei Haushaltspflichten, Kindererziehung und Organisation der Familie, was gerne auch als die “zweite und dritte Schicht” bezeichnet wird.

Gleichgewicht verbessert Gesundheit und Produktivität
In der Umfrage wurde danach gefragt, wie oft die Frauen sich während der Arbeitszeit über Haushaltsangelegenheiten und Kinderbetreuung Gedanken machen. Der Anteil derer, die sich jeden Tag solche Sorgen und Gedanken machen, liegt bei den Frauen bei 43% und bei den Männer bei 27,7%. Fast doppelt soviele Männer hat überhaupt nie solche Sorgen: 8%, im Vergleich zu 4,8% bei den Frauen.

Varðas Studie weist auf Untersuchungen hin, wonach das Gleichgewicht zwischen Familien- und Berufsleben, bzw ein Mangel daran, entscheidende Auswirkungen auf die geistige wie körperliche Gesundheit hat. Studien habe auch gezeigt, dass ein gutes Gleichgewicht zwischen Familie und Beruf die Zufriedenheit von Angestellten sowie ihre Kapazität im Job erhöht.

 

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