Französische Croissants und isländische Kleinur sind oft importiert Skip to content
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Photo: Yaz Raphn, wikipedia.

Französische Croissants und isländische Kleinur sind oft importiert

Immer mehr Gebäck und Teilchen werden fertig nach Island importiert, darunter Croissants, Kleinur und das süsse Blätterteiggebäck Vínarbrauð.
Im Jahr 29021 wurden 4.196 Tonnen Gebäck eingeführt, im Jahr zuvor waren es 3.268 Tonnen gewesen. Zum Vergleich, im Jahr 2013 wurden 2.178 Tonnen Kekse, Plätzchen, süsses Brot, Knoblauchbrot und andere Brotsorten importiert. Die Zahlen stammen vom Statistischen Amt.

Auch einige Grossbäckereien importieren inzwischen Croissants und Vínarbrauð, wie etwa Bakarameistarinn, die Mosfellsbakarí und die Árbæjarbakarí. Ein Insider argumentiert, der Wettbewerb mit Lebensmittelketten, Restaurants und Hotels sei sehr gross und die Lage schwierig.
Kleinere Handwerksbäckereien wie die Bernhöftsbakarí, Brauð og co., Bæjarbakarí und die Biobäckerei Brauðhúsið stellen ihr Gebäck und Brot jedoch auch weiterhin noch selbst her.

Croissants mit Butter, die nicht importiert werden darf
Sigurður Bergsson, der Vorsitzende der Bäckerinnung, sagte mbl.is gegenüber, er sei doch erstaunt, dass Bäckereien ihr Gebäck gefroren bei Grosshändlern kauften. Die ersten Grossimporte habe es vor etwa 25 Jahren gegeben. Damals habe er dafür plädiert, dass die Bäckerinnung eine eigene Importgesellschaft gründet. “Ich finde es seltsam, dass wir Bäckereirohstoffe bei den gleichen Importeuren kaufen, die diese gefrorenen Waren importieren.” Seiner Ansicht nach schadet die Zollpolitik der Handwerksbranche.
“Da werden zum Beispiel Croissants aus Frankreich importiert, mit französischer Butter gemacht. Wir dürfen diese gleiche Butter nicht kaufen. Das importierte Croissant ist zollfrei, mit importierter Butter, aber wir dürfen keine importierte Butter kaufen. Da liegt ein Riegel aus Schutzzöllen vor, sodass wir nie mit diesen Waren konkurrieren können.” erklärt Sigurður.
Ein Grund für die vielen Importe sei der Fachkräftemangel bzw. die hohen Lohnkosten in Island. Im Ausland würden die Waren in grossen Fabriken am Fliessband hergestellt.

Gefrorenen Backwaren im Discounter
Die Einfuhr von Backmischungen und Teigen ist Zahlen des Statistischen Amtes zufolge seit 2016 zurückgegangen. Damals waren es noch 1.533,8 Tonnen, im Jahr 2021 ar die Menge auf 1.261,7 Tonnen gesunken.
Grossimporteur Danól beliefert Bäckereien und Lebensmittelgeschäfte. Man importiere täglich mehr als 100 Tonnen Mehl, so Geschäftsführer Gunnar Níels Ellertsson. Die gefrorenen Backwaren würden alle an die Lebensmittelketten geliefert.
ÍSAM ist ein weiterer Grossimporteur, der Bäckereien und Pflegeheime beliefert. Dritter im Bunde ist Garri, der in grossem Stil Muffins, Kuchen, Waffeln und Kleinur importiert.
Kürzlich war bekannt geworden, dass es in Imbissen und an Tankstellen Sandwiches aus Lithauen gibt, diese Waren werden ebenfalls fertig zuberetet und gefroren nachCroissa Island importiert.

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