Frachter bringt Kutter zum kentern, Polizei ermittelt Skip to content
Photo: Screenshot.

Frachter bringt Kutter zum kentern, Polizei ermittelt

Kapitän und Steuermann des Frachtschiffs Longdawn, das vorgestern Nacht möglicherweise die Strandung des Küstenkutters Hadda verursacht hat, sind gestern zu einem vierwöchigen Reiseverbot verurteilt worden, berichtet RÚV. Die Polizei ermittelt in dem Fall. Die Longdawn ist gestern mit einem von der Reederei eingeflogenen neuen Kapitän an Bord aus dem Hafen der Westmännerinseln in Richtung Rotterdam ausgelaufen.

Erkennt bei Rettung alten Freund
Die Strandung hatte sich nach einem möglicherweise durch das Frachtschiff verursachten Zusammenstoss in der Nacht zum Donnerstag ereignet. An Bord der Hadda hatte sich eine Person befunden, als das Boot kenterte und kieloben trieb. Der Fischer hatte noch einen Notruf senden können, und die sofortige Rettungsaktion der Küstenwache erhielt oberste Priorität. Gerettet wurde er jedoch vom Fischer eines anderen Kutters, der zeitgleich mit ihm ausgefahren und in der Nähe unterwegs war. Der hielt das gekenterte Boot zunächst für einen gesunkenen Container, und erkannte dann aber den im Inneren des Kutters festsitzenden Mann, überdies einen Freund seit 40 Jahren. Er habe schlichtweg nichts machen können, erzählt er, doch dann sei es dem Schiffbrüchigen gelungen, sich selbst aus seiner lebensgefährlichen Lage zu befreien, und er habe ihn an Bord seines Kutters ziehen können. Vísir gegenüber erzählt er, der Überlebensanzug des Schiffbrüchigen sei mit eisgem Wasser gefüllt gewesen und der Mann ausgekühlt, die Rettung war also in allerletzter Minute erfolgt. Er habe die Polizei auf das Frachtschiff aufmerksam gemacht, es sei das einzige vor Ort gewesen, und es habe bestes Wetter geherrscht. Er hatte auch den gekenterten Kutter ins Schlepptau genommen und ihn nach Sandgerði gebracht, wo die Unfallschäden aufgenommen wurden.

Ermittlungen um Unfall und Nachspiel
Das Bezirksgericht Reykjanes gab dem Ersuchen des Polizeidienststellenleiters von Suðurnes, Úlfar Lúðvíksson, statt und verhängte für die Dauer der Ermittlungen ein Reiseverbot für die Schiffsführer des Frachters, beide russischer Nationalität, so RÚV.
Der Frachter hatte sich von Straumsvík an der Nordküste der Halbinsel Reykjanes auf dem Weg nach Rotterdam befunden, als sich der Unfall ereignete, erklärte Karl Gauti Hjaltason, olizeidienststellenleiter der Westmännerinseln. Mbl.is schreibt, die Navigationsaufzeichnungen beider Schiffe sowie der Kurs der Longdawn deuteten offenbar darauf hin, dass der Frachter mit dem Kutter zusammengestossen sei und das Kentern verursacht habe.

Bei den polizeilichen Ermittlungen geht es sowohl um den Zusammenstoss selbst als auch um das, was danach geschah.

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