Flugzeugabsturz: Tauchverbot an der Absturzstelle Skip to content
missing plane Þingvellir
Photo: Golli. Rescue crews at Þingvellir, February 4, 2022.

Flugzeugabsturz: Tauchverbot an der Absturzstelle

Die Polizeidirektion Südisland hat entschieden, dass das Tauchen in der Bucht Ölfusvatnsvík am Þingvallavatn, wo das Flugzeugwrack TF-ABB auf Bergung wartet, ab heute verboten ist. Nach dem Flugzeugabsturz Anfang Februar, bei dem vier Insassen ums Leben kamen, hatte das Wrack nicht gehoben werden können, weil die Eisschicht auf dem gefrorenen See zu dick gewesen war. Die tödlich Verunglückten hatten von Tauchern hingegen geborgen werden können.
Die Polizei gibt an, sie wisse nicht, ob in der Zwischenzeit versucht worden sei, nach dem Wrack zu tauchen, sie wisse aber von Zeugen aus der Taucherszene, die Gespräche darüber gehört haben wollen.

Bei dem Unglück waren der isländische Pilot und seine drei ausländischen Passagiere ums Leben gekommen. Sie hatten sich noch aus dem Flugzeug retten können, waren dann aber ertrunken. Ihre Leichen hatten am 6. Februar nach einer umfangreichen Suche durch ein Radarsondenboot geortet werden können.
Das Tauchverbot soll die Daten schützen, die man am Wrack zu finden hofft, denn in dem Fall wird nun polizeilich ermittelt.
“Das Verbot wird ausgesprochen, um sicherzustellen, dass wichtige Beweisdaten nicht beschädigt werden. Diese Entscheidung ist gleichbedeutend mit einer Beschlagnahme des Flugzeugwracks auf dem Grund des Þingvallavatn.”

Zunächst hatte man das Wrack noch im Februar heben wollen, doch dann hatten die Bergungsmassnahmen abgebrochen werden müssen, weil sich dickes Eis auf dem Wasser gebildet hatte. Heute war die Lage erneut geprüft worden, eine Bergung ist jedoch weiterhin nicht möglich.
Das Verbot soll aber ganz offensichtlich auch schwere Unfälle von Laientauchern verhindern: “Es liegen keine Informationen darüber vor, ob Nicht-Zutrittsberechtigte versucht haben, zu tauchen, es sind jedoch Gespräche über solche Vorhaben bekannt unter Leuten, die möglicherweise weder Wissen noch Ausrüstung oder Erfahrung für einen Tauchgang unter derartig schwierigen Bedingungen in solcher Tiefe haben.” heisst es in der Mitteilung der Polizei.

 

Share article

Facebook
Twitter

Recommended Posts