Flugzeugabsturz: Mini-U-Boot konnte Unfallopfer bergen, Tauchgang zu gefährlich Skip to content
missing plane Þingvellir
Photo: Golli. Rescue crews at Þingvellir, February 4, 2022.

Flugzeugabsturz: Mini-U-Boot konnte Unfallopfer bergen, Tauchgang zu gefährlich

Die für heute morgen angesetzte Bergungsaktion der vier Flugunfallopfer im Þingvallavatn hatte auf den Nachmittag verschoben werden müssen, da sich die Temperaturen in dem Gebiet im zweistelligen Minusbereich befanden und der See drohte zuzufrieren. Am Nachmittag besserten sich die Bedingungen und die Taucher machten sich in Booten auf den Weg in die Bucht Ölfsvatnsvík.

Gegen 18 Uhr waren drei der Toten geborgen, allerdings auf andere Weise als ursprünglich geplant. Dazu vermeldete die Polizeidirektion Südisland:

“Nach einer Beratung mit allen Einsatzkräften, bei der die Bedingungen noch einmal geprüft wurden, stellte sich heraus, dass die Bedingungen für einen Tauchgang wegen der starken Kälte und der Eisbildung auf dem Þingvallavatn sehr gefährlich sind. Man untersuchte, ob es andere Möglichkeiten als die zuvor geplanten gebe. Dann wurde ein Mini-U-Boot mit Kameraausrüstung und Greifarm organisiert, welches sich von einem Kahn auf der Wasseroberfläche fernsteuern lässt. Das Mini-U-Boot suchte die Toten auf dem Seegrund und brachte sie zur Wasseroberfläche, wo sie von Tauchern übernommen wurden, die sie auf das Rettungsboot hievten und an Land brachten. Zur Stunde sind drei Opfer am Ufer angekommen, nach dem vierten wird gerade gesucht.”

Nach Angaben von Polizeichef Oddur Árnason hatten Schlauchboote einen Kreis um die Unfallstelle gebildet, um das Eis zu brechen und eine weitere Eisbildung zu verhindern. Jeweils zwei Taucher hatten sich bei der Bergung im Wasser befunden, um den Toten vom U-Boot in Empfang zu nehmen, die anderen Taucher hatten auf dem Kahn gewartet, um nötigenfalls einzugreifen. Insgesamt waren 60 Mann an der Bergung beteiligt.

Morgen soll Oddur zufolge nach Mittag das Flugzeug gehoben werden.

update 19.30 Uhr:

RÚV berichtet, dass auch der vierte Tote geborgen und an Land gebracht worden konnte. Die heute Bergungsaktion ist damit beendet.

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