Flugzeugabsturz: Bergung des Wracks wegen Eisbildung abgebrochen Skip to content
missing plane Þingvellir
Photo: Golli. Rescue crews at Þingvellir, February 4, 2022.

Flugzeugabsturz: Bergung des Wracks wegen Eisbildung abgebrochen

Der Plan, das am vergangenen Donnerstag verunglückte Kleinflugzeug vom Typ Cessna aus dem See Þingvallavatn zu holen, ist heute am späten Nachmittag vorerst zu den Akten gelegt worden.
Wie das Fréttablaðið berichtet, hat sich auf dem See eine etwa vier Zentimeter dicke Eisschicht gebildet, und dort wo das Eis gebrochen ist, stossen dicke Eisschollen aneinander. Die Polizei meldete, man habe entschieden, die Aktion abzubrechen und das Einsatzlager abzubauen.

Der Leiter der südisländischen Polizeidirektion, Oddur Árnason, sagte RÚV gegenüber, er wisse nicht, auf wann eine Bergung verschoben werde. “Ich bin mir nicht darüber im Klaren, ob wir hier über Wochen oder sogar Monate sprechen.” Das Wasser sei extrem kalt und es brauche einen grossen Temperaturanstieg, um das Eis zu schmelzen.
“Gestern haben wir ein Messgerät ins Wasser gelassen, und die Temperatur betrug zwischen 0,1 und 0,2 Grad, bis hinunter zum Seegrund.” erklärte Oddur.
Die Ermittler der Behörde für Verkehrsunfälle warten auf Daten aus dem Flugzeug, um den Unfallhergang rekonstruieren zu können. Unter anderem befindet sich der Notsender im Wrack. Eine Black Box gehörte nicht zur Ausrüstung des Cessna Modells.

Oddur lobt die Zusammenarbeit aller am Einsatz beteiligten Rettungskräfte. “Ich habe in meiner Karriere noch nie eine derart geschmierte Aktion erlebt, und ich glaube, der Erfolg, den wir hier sehen und gestern gesehen haben, beruht darauf, wie gut dass alles gelaufen ist.” Die Zusammenarbeit sei einfach bewundernswert gewesen.

Obwohl der Einsatz nun erst einmal abgebrochen wurde, sitzen die Teams nicht untätig, sondern planen die Bergung des Flugzeugwracks bis in alle Einzelheiten, für den Tag, an dem die Wetterbedingungen dies zulassen.

Die Verunfallten waren am Morgen in einer Reykjavíker Kapelle für die Angehörigen aufgebahrt worden. Alle vier Toten sollen auch obduziert werden.

 

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