Fischereiunternehmen pflanzen Wald zur Klimaneutralisierung Skip to content
Neskaupstaður

Fischereiunternehmen pflanzen Wald zur Klimaneutralisierung

Das Fischereiunternehmen Sildarvinnslan hf. hat die Länderei Fannardalur im Norðfjörður erworben und will dort bis zu 400 Hektar Wald anpflanzen, heisst es auf der Unternehmenswebseite. Damit will man auf eine Klimaneutralität des Betriebs hinarbeiten, berichtet mbl.is.
Die Schonungen sollen in Zusammenarbeit mit der isländischen Forstbehörde angelegt werden und alle Voraussetzungen für eine Zertifizierung zur Klimaneutralität, sowie Eingang in die isländische Klimaliste erhalten.

Das Interesse an einer Klimaneutralisierung wächst auch bei Islands Fischereiriesen. Eskja hf. im Eskifjörður war das erste Unternehmen, welches ankündigte, auf dem frischerworbenen Hof Freyshólar im Fljótsdalshérað Wald anzupflanzen, um seinen ökologischen Fussabdruck auzugleichen. Der Fischereimulti Samherji hatte im Oktober angekündigt, seine landgebundene Lachszucht im Öxarfjörður auszubauen und dafür auf der erworbenen Länderei Akursel Wald anzupflanzen. Fischkompost aus den Zuchtbecken soll dabei als Dünger dienen.

Kraftwerksoptionen im Fannardalur
Im Fannardalur winkt allerdings noch mehr als nur Wald. Síldarvinnslan hat die vier wasserreichen Flüsse des Tals im Visir, für die man nun Staumöglichkeiten prüft, ausserdem suchen Experten nach heissem Wasser.
Gelänge es, im Fannardalur Strom zu produzieren, könnte das Abhilfe schaffen bei der Energiewende im Transportbetrieb zu Wasser: seit Beginn des Jahres nutzen Schiffe, die vor der Fischmehlfabrik in Neskaupstaðir ankern, keinen Diesel mehr, sondern erhalten bei der Landung Strom vom Land aus, um den Fisch zu kühlen und die Landungsmaschinen zu betreiben. Nicht nur hier steigt der Strombedarf, auch die Fischmehlfabrik hat ihren Betrieb auf Strom umgestellt und Elektroautos angeschafft.

Mit einem Waldgebiet im Fannardalur soll es dann auch ein Ausflugsgebiet für die Bewohner von Neskaupstaðir geben, heisst es auf der Webseite. Die Länderei ist die letzte in dem 10 Kilometer langen Tal und seit 1956 nicht mehr bewohnt. Am Fuss des Tals thront der 1000 Meter hohe Gletscher Fönn, und hier findet sich auch ein alter Fuss-und Reitweg, der einst den Norðfjörður mit dem Hérað verband.

 

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