Feuerwerk soll gesetzlich eingeschränkt werden Skip to content
New Year's Eve Fireworks in Reykjavík, 2017.
Photo: Laugarás í Reykjavík.

Feuerwerk soll gesetzlich eingeschränkt werden

Ein interministerieller Untersuchungsausschuss hat sich mit der Umweltverschmutzung durch Feuerwerke um die Jahreswende befasst und Empfehlungen abgegeben, wie man die Böllerei einschränken könnte, berichtet RÚV. In einer gemeinsamen Erklärung wurde darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, praktische Massnahmen zu ergreifen, um die öffentliche Gesundheit zu verbessern, und dennoch die Finanzierung der isländischen Rettungsorganisation ICE-SAR zu gewährleisten, die ihren enormen Finanzbedarf zur Hälfte durch den Verkauf von Feuerwerkskörpern deckt.

Den Vorschlägen zufolge würde es für die Silvesterböllerei Zeitfenster geben, und zwar von 16.00 Uhr bis 2.00 in der Silvesternacht, von 16.00 Uhr bis 22.00 Uhr am Neujahrstag und von 16.00 bis 22.00 Uhr am 6. Januar (Þrettándinn, der letzte Weihnachtstag in Island, wird vor allem mit Kindern gross gefeiert).
Zur Zeit erlaubt das Gesetz noch den Verkauf von Feuerwerkskörpern zwischen dem 28. Dezember und dem 6. Januar, gezündet werden darf in diesem Zeitraum an allen Tagen zwischen 9.00 Uhr morgens und Mitternacht. Nur in der Silvesternacht gibt es keine zeitliche Beschränkung.

Nach der vorgeschlagenen Neuregelung wäre es erlaubt, die Feiern am 6. Januar um ein paar Tage zu verschieben (jedoch nicht länger als zum folgenden Sonntag), falls schlechtes Wetter ein Feuerwerk verhindert. Gemeinden könnten die Feierlichkeiten des Þrettándinn auch vorverlegen.
Sieben Vorschläge zur Einschränkung der Feuerwerke stehen zur Debatte:
– Erteilung von Lizenzen und die Überwachung von Feuerwerken
– Noch mehr Einschränkungen im Zeitrahmen
– Weniger Tage, an denen Feuerwerkskörper verkauft werden dürfen
– Mehr Überwachung und Übersicht bei der Zündung von Feuerwerkskörpern
– Strafen bei Zuwiderhandlungen und Missbrauch
– Gründung einer Arbeitsgruppe, die neue Finanzierungsmodelle für die Rettungswacht ICE-SAR entwickelt

Die im Ausschuss sitzenden Vertreter von Gesundheitsministerium und Umweltministerium schlugen auch vor, die Verwendung von grossen Feuerwerken und sogenannten “Torten” bis zum Jahr 2030 ganz auszuschleichen. Ausserdem sollten die Leute Feuerwerk nur an eigens dafür freigegebenen Orten zünden dürfen.

Der Vertreter des Justizministeriums schlug detailliertere Massnahmen gegen die durch Feuerwerk verursachte Luftverschmutzung vor, wie zusätzliche Messstationen, eine Analyse darüber, wo die Verschmutzung herrührt, und ein Verbot von importierten Flaschenraketen.

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