Feuer beenden Weihnachten im ganzen Land Skip to content
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Photo: Dagmar Trodler.

Feuer beenden Weihnachten im ganzen Land

Gestern Abend fanden überall in Island die sogenannten Feuer des 13. Weihnachtstages statt (þrettándabrennur). Der 6. Januar ist in der katholischen Kirche als Dreikönigsfest (Epiphanias) bekannt, im lutherischen Island wird Weihnachten hingegen mit Feuer und Getöse beendet.
Die Menschen versammeln sich an den Feuern, trinken heissen Kakao und teilen letzte Weihnachtsplätzchen, tanzen und singen traditionelle Lieder. IN den städtischen Gemeinden kommen oft auch Chöre und Orchester hinzu.

Seit dem 19. Jh ist der Begriff „að rota jólin“ bekannt, was soviel heisst wie Weihnachten loswerden. In den alten Tagen wurde der letzte Weihnachtstag mit einem Festmahl gefeiert, wo man alles aus der Spesekammer auftischte, was vom Weihnachtsfest noch übrig war.
Schon im Jahr 19886 war in einem Zeitungsartikel die Rede von einem das Feuer begleitenden Feuerwerk, Tanz und Gesang in der Nähe der Schule.
Feuerwerk ist in Island nur an Silvester und dem 6. Januar erlaubt, und viele halten einen Teil ihrer Feuerwerkskörper für den “þrettándinn” zurück.

Ähnlich wie in der Silvesternacht sprechen am 13. Weihnachtstag Kühe die Sprache der Menschen, und es ist gefährlich, sie zu belauschen, weil sie den Menschen danach verrückt machen. Auch Seehunde wechseln ihr Kleid, Tote steigen aus ihren Gräbern, und die Elfen ziehen um. Der Volkssage nach sind in dieser Nacht alle 13 Weihnachtsmänner wieder in die Berge verschwunden.

 

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