Erster Tag im Quarantänehotel ist gut gelaufen Skip to content
Icelandair Marina Hotel
Photo: Icelandari Marina Hotel.

Erster Tag im Quarantänehotel ist gut gelaufen

Heute war der erste Tag der neuen Quarantänepflicht, wonach Einreisende aus Hochrisikogebieten vom Flughafen aus direkt in staatliche Quarantäneeinrichtungen gebracht wurden. Am internationalen Flughafen Keflavík hatte es zuvor weitreichende Vorbereitungen dafür gegeben. Die ersten zwei Maschinen aus solchen Gebieten waren am Nachmittag gelandet, und der grösste Teil der Passagiere wurde ins Quarantänehotel transportiert, berichtet RÚV.

Die Vorwarnzeit sei kurz gewesen, hiess es von Seiten der Flughafenpolizei, doch sei man es aus dem vergangenem Jahr bereits gewöhnt, dass Verfahrensweisen schnell geändert werden müssten.
Insgesamt sind heute gleich mehrere Maschinen aus Risikogebieten gelandet, die ersten beiden mit jeweils 70 Passagieren kamen aus Amsterdam und Stockholm, beides Hochrisikogebiete, am Abend landete noch eine Maschine aus Polen, ebenfalls Hochrisikogebiet.

Die Passagiere wurden in einem speziellen roten Bereich des Flughafens angehalten, wo Polizisten, Sicherheitsbedienstete und Mitarbeiter der Isavia Dokumente kontrollierten und die Reisenden befragten. Dutzende von Einreisenden fuhren dann mit dem Bus ins Quarantänehotel nach Reykjavík. Die meisten, so sagt Sigurgeir Sigmundson, der Chef der Flughafenpolizei, hätten von den neuen Bestimmungen bereits gewusst, aber nicht alle, und es habe durchaus einige Unzufriedene gegeben.

Wer sein eigenes Auto am Flughafen stehen hat, kann mit diesem zum Quarantänehotel fahren. Die Polizei kontrolliert, ob er dort auch ankommt. Wer unterwegs verlorengeht, wird gesucht und muss wegen Quarantänebruchs mit einer saftigen Strafe rechnen.
Ein Passagier aus Amsterdam, der die neue Regel nur aus den Medien kannte, beschwerte sich über zuviele Fahrgäste im Bus.

Die Polizei hingegen hatte alle Hände voll damit zu tun, herauszufinden, woher die Fahrgäste eigentlich kamen. Der Farbcode der EU reicht dafür nicht aus, weil es immer wieder Passagiere gibt, die Quarantänehotel müssen, weil sie aus einem dunkelroten Gebiet kommen, aber in einem “sicheren” Gebiet zugestiegen und einer “sicheren” Maschine entstiegen sind. 20 solcher Personen aus den Morgenmaschinen aus London (zwei) und Frankfurt (18 Personen) wurden ausgemacht und ebenfalls ins Hotel geschickt, obwohl die Maschinen aus nicht-roten Gebieten kamen. Die Polizei befragt die Leute und schaut sich Buchungen und Pässe genau an. Am wichtigsten sind jedoch die Reiseinformationen, die jeder Passagier vor der Abreise einreichen muss.

Schwieriger wird es bei den Attesten, von denen inzwischen immer mehr vorgelegt werden, sowohl über eine erfolgte Impfung als auch über eine überstandene COVID-19 Erkrankung. Zwar ist ab heute der Test an der Grenze ausnahmslos für alle Einreisenden verpflichtend, Attest oder nicht, Attestinhaber müssen bei negativen Ergebnis dann aber nicht in die Quarantäne.
“Das ist ganz schön kompliziert mit diesen Attesten, sowohl Impfung als auch überstandene Infektion, weil es soviele Varianten von sovielen ausstellenden Behörden gibt. Aber unsere Mitarbeiter sind inzwischen routiniert darin, sich die Leute anzuschauen, und die Papiere,” erklärt Sigurgeir.

Drei Passagiere legten der Polizei bei der Einreise heute nicht überzeugende Atteste vor, derzeit wird geprüft, ob die Personen des Landes verwiesen werden.

Bislang ist noch unklar, ob die Gäste in den Quarantänehotels ihr Zimmer verlassen dürfen. Áslau Ellen Ynvadóttir, eine der Betreuerinnen des Roten Kreuzes sagt, es stelle sich schwierig dar, Gästen das Verlassen des Zimmers zu erlauben, weil sich soviele Personen im Hotel befänden und man ihre Sicherheit nicht gewährleisten könne, wenn ständig Spaziergänger unterwegs seien. An einer Regelung werde zur Zeit gearbeitet.

 

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