Erste ukrainische Flüchtlinge wurden in Island krankenversichert Skip to content
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Photo: Landspítali/Facebook.

Erste ukrainische Flüchtlinge wurden in Island krankenversichert

Zwanzig ukrainische Flüchtlinge sind gestern in die isländische Krankenversicherung aufgenommen worden. Damit können sie jetzt sämtliche medizinischen Versorgungsleistungen in Anspruch nehmen. Die Krankenversicherung hatte angekündigt, Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet bevorzugt zu behandeln, und am Mittwoch hatten die ersten 20 Personen die entsprechenden Dokumente erhalten. Noch am gleichen Tag waren sie bei der Versicherung registriert worden.

“Die Aufnahme dieser Flüchtlinge ist eine große gesamtgesellschaftliche Aufgabe, nicht zuletzt für das Gesundheitswesen. Wir haben uns um eine schnelle Registrierung bemüht, damit diese gefährdete Gruppe einfachen Zugang zur Gesundheitsversorgung hat, da zu erwarten ist, dass viele innerhalb dieser Gruppe dringend ganz unterschiedliche Hilfe benötigen. Es gibt viele Säuglinge in der Gruppe und sie sind Teil der hervorragenden Säuglingsvorsorge, die wir in diesem Land haben. Die Vorbereitung ist sehr erfolgreich gelaufen und wir haben gut mit dem Roten Kreuz, der Einwanderungsbehörde, dem Gesundheitsdienst, dem Einwohnermeldeamt, isländischen Freiwilligen und allen anderen Beteiligten kooperiert.“ schrieb María Heimisdóttir, die Direktorin der isländischen Krankenversicherung auf der Webseite der IHI.
In der Erklärung heisst es weiter, dass die Flüchtlinge genau wie alle anderen Menschen in Island jederzeit Zugang zu Notfallversorgung haben, ganz gleich, ob sie in der Krankenversicherung registriert sind oder nicht.

Die Krankenversicherung wird sich auch an der Aufnahme von Flüchtlingen in der neuen Ambulanz von Domus Medica in Reykjavík beteiligen. Dort soll ein Vertreter der Krankenversicherung Informationen zu medizinischen Hilfsmitteln, Rabattkarten für Medikamente und zu Zuzahlungen im Gesundheistwesen erteilen.
IHI hat seit dem Tag, als feststand, dass Island Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen würde, mit den Krankenversicherungen in Europa zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass die Flüchtenden Zugang zu nationalen Gesundheitssystem haben: eine komplizierte Aufgabe, immerhin befinden sich inzwischen Millionen von Menschen auf der Flucht.
“Die Zusammenarbeit wird weitergehen; die meisten Flüchtlinge wollen in ihr Heimatland zurückkehren, sobald der Krieg vorüber ist,” heisst es in der Erklärung.

 

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