Erdwärme: Heisses Wasser in Ísafjörður gefunden Skip to content

Erdwärme: Heisses Wasser in Ísafjörður gefunden

In Ísafjörður in den Westfjorden ist 58 Grad heisses Wasser gefunden worden. In den kommenden Wochen wird sich herausstellen, ob die Wassermenge ausreicht, um alle Wohnhäuser in der Hauptstadt der Westfjorde zu heizen. Für die Energieversorger gleicht der Fund einer Goldmine, denn sie sparen damit die Verbrennung von Öl zur Stromerzeugung, die jeden Winter rund eine halbe Milliarde Kronen kostet, berichtet Vísir.

Zweitgrösste Stadt ohne Erdwärme
Freigelegt wurde das heisse Nass von den Bohrleuten beim Ræktunarsamband Flóa og Skeiða, einem Unternehmen, dass sich auf die Erdbohrung spezialisiert hat. Die wissenschaftliche Vorarbeit leistete die ISOR. Die Stadt Ísafjörður ist der zweitgrösste Ballungsraum Islands ohne Erdwärme, gleich nach den Westmännerinseln. Jetzt besteht Hoffnung, dass die Stadt an das Erdwärmeheizsystem angeschlossen werden kann.

„Die Temperatur wurde mit 58 Grad gemessen,“ erklärt Elías Jónatansson, der Leiter der Elektrizitätswerke Westfjorde. „Diese Temperatur ist brauchbar. Entscheidend wird nun sein, wieviel Wasser vorhanden ist.“ Die Menge könnte zumindest für die Beheizung im Skutulfjörður ausreichen, wo 3000 Einwohner zuhause sind. Vielleicht sogar für mehr.
Die Wasserader wurde in 480 Metern Tiefe gefunden. Die Bohrung ist noch nicht beendet, vielmehr plant man, bis in 700 Meter Tiefe vorzustossen.

Ab ins umweltfreundliche Zeitalter
Noch freut man sich eher verhalten, weil es keine Angaben über die Menge des vorhandenen Wassers gibt. Bei zuwenig Menge könnten aber Wärmepumpen zum Einsatz kommen. Doch wenn sie ausreicht, kann die Stadt sich von den Stromheizungen verabschieden, und, noch schlimmer, von Dieselaggregaten im Winter, die den Strom für die Heizungen erzeugen. Elías schätzt, dass diese umweltverschmutzende Heiztechnik jeden Winter sicher eine halbe Milliarde Kronen an Dieselkraftstoff kostet.

 

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