Ein Drittel aller Isländer liest täglich Skip to content
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Ein Drittel aller Isländer liest täglich

Eine neue Studie des isländischen Literaturzentrums hat interessante Ergebnisse zu den Lesegewohnheiten der Isländer zutage gefördert. Demnach lesen Isländer durchschnittlich 2,4 Bücher pro Monat, 32 Prozent der Bevölkerung liest mindestens einmal pro Tag.
Allerdings findet sich auch auf der Insel eine wachsende Veränderung in beide Richtungen, hin zu der Gruppe die niemals liest und einer Gruppe von Bibliophilen, die „binge-liest“, also lange Stunden mit einem Buch verbringt.

Ausserdem fand die Studie einen Unterschied zwischen den Geschlechtern: Frauen lesen weitaus mehr als Männer. Diese Schere findet sich auch in der Ausbildung wieder, nach der Studierte generell mehr lesen als Personen mit Volksschulabschluss. Ältere Menschen lesen im Durchschnitt mehr als junge Menschen, wobei die jüngste Altergruppe unter den Befragten (18-24 Jahre) am wenigsten von allen liest.
Zwischen Hauptstadtregion und ländlichen Regionen wurde kein Unterschied im Leseverhalten festgestellt.

Um die 65 % der Isländer liest hauptsächlich oder ausschlieslich isländische Bücher, ein leichter Anstieg zum letzten Jahr, als diese Zahl noch bei 58 % lag. Bei 18 Prozent der Leser liegen isländische Bücher und Lesestoff in einer ausländischen Sprache bereit, 14 & der Leser liest öfter in einer anderen Sprache, 3% liest ausschliesslich in einer anderen Sprache. Die Sprachunterschiede spiegeln sich auch in den Altersgruppen wieder, wo Leser unter 34 Jahren eher in anderen Sprachen lesen als die älteren Befragten.
Auch die Nutzung von Bibliotheken wurde untersucht, demnach nutzen Frauen öffentliche Bibliotheken öfter als Männer. Spitzennutzer waren Haushalte mit mehr als zwei Kindern.
Die Studie wird seit 2017 jährlich erstellt und ist Ergebnis einer Zusammenarbeit von Reykjavíker Stadtbücherei, dem isländischen Herausgeberverband, Hagþenkir, der National- und Universitätsbobliothek, Reykjavík UNESCO City of Literature, und dem isländischen Schriftstellerverband.

Im Februar hatte RÚV berichtet, dass die Nutzung von Hörbüchern sprunghaft in die Höhe gegangen ist. gut ein Drittel der Bücher wird inzwischen als Hörbuch “gelesen”.

 

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