Dreizehn neue COVID-Fälle, aber keine Verbindung zwischen ihnen Skip to content
Chief Epidemiologist Þórólfur Guðnason
Photo: Chief Epidemiologist Þórólfur Guðnason.

Dreizehn neue COVID-Fälle, aber keine Verbindung zwischen ihnen

Gestern sind 13 positive COVID-19 Fälle im Inland bestätigt worden, doch nur eine der getesteten Personen hatte sich in Quarantäne befunden. Das könnte bedeuten, dass sich das Virus weiter ausgebreitet hat als zuvor angenommen, sagte Chefepidemiologe Þórólfur Guðnason mbl.is. Die aktuelle Lage ist daher Anlass für eine grossangelegte Zufallstestung an der Universität und im Grossraum Reykjavík, um die Ausbreitung des Virus nachzuzeichnen.

Die Fälle stehen in keiner Verbindung zueinander, daher handelt es sich nicht um eine Gruppeninfektion. Nach Angaben von Kári Stefánsson wurde bei den positiv Getesteten eine grosse Menge aktiven Virusmaterials gefunden, was darauf hinweise, dass sie ein oder zwei Tage vor dem Test noch ansteckender gewesen seien. In dem fehlenden sozialen Zusammenhang zwischen den Patienten sieht er den Anfang einer neuen COVID-Welle, die möglicherweise weitere Kreise ziehen könnte als die letzte. Man dürfe auch nicht vergessen, dass gut die Hälfte der aktuell gefundenen Patienten keine Symptome zeige.

Vier oder fünf Fälle waren an der Universität gefunden worden, daher wird das Genforschungsinstitut dort Tests nach dem Zufallsprinzip durchführen. Alle 13 Fälle fanden sich im Grossraum Reykjavík, für Bewohner der Gebiete werden die Tests an den dortigen Gesundheitszentren durchgeführt. Es handelt sich um die höchste Zahl positiver Fälle an einem einzigen Tag seit dem 6. August.
“Das sind fast alles Fälle, die man nicht aufeinander zurückführen kann, und auf den ersten Blick können wir nicht sagen, wie die Ansteckung verlaufen ist,” sagte Þórólfur mbl.is. Sorge bereite ihm, dass so viele der positiv Getesteten nicht in Quarantäne waren. “Das ist ein Zeichen dafür, dass das Virus weiter verbreitet ist als wir angenommen hatten.
Mit der Zufallstestung wollen Gesundheitsamt und Zivilschutz in der Lage sein, schnell auf die Lage zu reagieren. “Wir wollen eine weitere Ausbreitung und einen exponentiellen Anstieg an bestätigten Fällen verhindern.”

Die gestern bestätigten Falle zeigten alle den gleichen Virustyp. Þórólfur sagt, er sieht zur Zeit noch keine Notwendingkeit für striktere Seuchenschutzmassnahmen, Händewaschen und Abstand halten hätten weiterhin oberste Priorität.

“Wir sagen den Leuten ein paar wenige Dinge. Vor allem, dass Leute, die sich krank fühlen, und Symptome verspüren, die auf COVID-19 hindeuten, zuhause bleiben und nicht zur Arbeit gehen, sondern die Gesundheitsbehörden informieren und einen Termin zur Testung vereinbaren. Leute sind krank auf der Arbeit erschienen. Zweitens, die Leute müssen an die Regeln zur Infektionsprävention erinnert werden, und Arbeitsplätze müssen gemeinsame Arbeitsgeräte, Türklinken und andere oft angefasst Oberflächen desinfizieren. Wir dürfen die Grundsätze nicht vergessen, sonst werden wir einen Anstieg der Fälle im Inland erleben.”

Die Zivilschutzabteilung der isländischen Polizei plant, für die Pandemie ein Alarmcodesystem einführen, wie es von Wetterdienst und Katastrophenschutz bereits benutzt wird. Der Code zeigt in seinen Farben grau, gelb, orange und rot den Ernst der Lage und die Auswirkungen auf die Bevölkerung an. Diesem Code zufolge würde man jetzt die gelbe Alarmstufe, die zweite von vieren, in der Öffentlichkeit ausrufen, erklärte Zivilschutzchef Víðir Reynisson den Mittagsnachrichten von RÚV gegenüber. Er kritisierte, dass die Massgabe, bei leisen Krankheitssymptomen vorsichtshalber zuhause zu bleiben und nicht zur Arbeit zu gehen, sich nicht ausreichend in der Bevölkerung durchgesetzt habe.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter