Deutscher Yachtdieb erhält Bewährungsstrafe Skip to content

Deutscher Yachtdieb erhält Bewährungsstrafe

Der Deutsche, der im gerade vergangenen Herbst eine Segelyacht aus dem Hafen von Ísafjörður gestohlen hat, ist zu einer Bewährungsstrafe von drei Monaten Gefängnis verurteilt worden, berichtet Vísir. Der Mann hatte seine Tat gestanden und sich im Verlauf der Ermittlungen kooperativ gezeigt.

Er hatte einen Schraubenzieher benutzt, um am Samstagabend, den 13. Oktober, in die Yacht Inook einzubrechen und sie unbeleuchtet und nicht im Radar registriert aus dem Hafen zu segeln. Als der Diebstahl am folgenden Tag bemerkt und gemeldet wurde, befand sich der Mann bereits im Breiðafjörður, wo das Boot von einem Hubschrauber der Küstenwache gesichtet wurde. Die Küstenwache geleitete den falschen Kapitän in den Hafen von Rif an der Küste der Halbinsel Snæfellsnes, wo er festgenommen wurde.

Wie RÚV berichtete, hatte der Deutsche der Küstenwache einen falschen Namen angegeben. Dem Richter gegenüber hatte er bei der Vernehmung angegeben, dass er das Boot nicht hatte stehlen wollen und auch nicht ins Ausland gewollt habe, vielmehr habe er nach Reykjavík reisen wollen, um dort ein paar Tage zu verweilen, weil es bei seinem letzten Aufenthalt geregnet habe. Die Idee dazu sei ihm spontan in einem Anfall von Abenteuerlust gekommen.
Die Inook sei ihm für den Trip geeignet erschienen, sie sei gross, sicher und schnell genug für die Reise, während sein eigenes Boot im Hafen von Ísafjörður, wo er auch lebt, bereits für den Winter hergerichtet sei. Den Besitzer der Yacht habe er nicht gekannt.

Zwei Stunden nach dem Ablegen seien ihm schliesslich Zweifel über die Aktion gekommen. Auf die Frage, warum er sich denn nicht in den nächsten Hafen, Bolungarvík, begeben habe, antwortete der Deutsche, er kenne diesen Hafen nicht und sei dann eben halt nach Reykjavík gesegelt.

Der Richter hatte ihm zunächst ein Reiseverbot bis zur Urteilsverkündung auferlegt. Zusätzlich zu seiner Bewährungsstrafe muss er die Prozesskosten in Höhe von etwa 1,1 Mio. ISK (ca 7000 EUR) tragen.

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