COVID-19: Quarantäneregeln gelockert Skip to content
Photo: Heilbrigðisráðherra Ríkisstjórn Alþingi.

COVID-19: Quarantäneregeln gelockert

Personen, die möglicherweise einem Ansteckungsrisiko mit COVID-19 ausserhalb ihres Zuhauses in Island ausgesetzt waren, müssen nicht mehr in Quarantäne gehen, stattdessen sollen sie persönliche Infektionsschutzmassnahmen vornehmen (smitgát). Personen, die einem Ansteckungsrisiko zuhause ausgesetzt waren, müssen auch weiterhin in Quarantäne. Davon ausgenomen sind Dreifachgeimpfte, diese müssen die obigen persönlichen Infektionsschutzmassnahmen einhalten und sich einem PCR-Test unterziehen.
Grundschulkinder und Kindergartenkinder sind von den persönlichen Infektionsschutzmassnahmen befreit, aber sie müssen in Quarantäne, wenn daheim jemand positiv getestet wurde.

Schulbesuch wird erleichtert
Diese grossen Veränderungen in den isländischen Quarantänebestimmungen werden heute um Mitternacht in Kraft treten. Angekündigt worden waren sie von Gesundheitsminiter Willum Þór Þórsson nach Empfehlungen von Chefepidemiologen Þórólfur Guðnason.
Mit den Lockerungen soll die hohe Belastung der Testzentren zurückgefahren werden, und auch für Arbeitswelt und Schule sind diese Erleichterungen ein Silberstreif am Horizont. Alle Kinder, die möglicherweise in der Schule mit dem Virus in Kontakt gekommen sind, können nun weiter zum Unterricht gehen, statt wie bislang, zuhause ihre Quarantäne abzusitzen.

Chefepidemiologe: Stufenweise Lockerung
In Island ist die Omikron Variante für etwa 90 Prozent aller Infektionen verantwortlich, Delta werden unter 10 Prozent zugeschrieben. Aktuellen Daten zufolge verursacht Omikron weitaus weniger Klinikeinweisungen als die Delta-Variante (0,2-023 Prozent gegenüber 2 Prozent), weswegen Forderungen nach einer Lockerung immer lauter geworden waren. Auch deCODE Chef Kári Stefánsson ist der Ansicht, dass jetzt die Zeit für Lockerungen gekommen sei.
Chefepidemiologe Þórólfur Guðnason legt jedoch Wert darauf, diese Lockerungen behutsam und in Schritten durchzuführen, um eine erneute Welle zu verhindern, die das Gesundheitssystem erneut knebeln würde.

Mit Anstieg der Infektionszahlen wird gerechnet
In seinem Memo an den Gesundheitsminister hatte Þórólfur geschrieben, die Änderungen der Quarantänebestimmungen werde “wahrscheinlich die Infektionen in Schulen und in Familien mit Kindergarten- und Schulkindern ansteigen lassen.” Eine Lockerung der Einschränkungen im sozialen Leben (social distancing) würde auf der anderen Seite wahrscheinlich zu vermehrten Infektionen in den höheren Altersgruppen führen. “Es ist jedoch wichtig, dass dieser Anstieg nicht zu einem Anstieg von schwerwiegenden Krankheitsfällen und Klinikeinweisungen führt.” Wenn die Belastung der Krankenhäuser wieder steige, müssten die Behörden bereit sein, Gegenmassnnahmen einzuleiten.

Zur Zeit gilt in Island die 10-Personen-Regel, die Schliessung von Bars und Restaurants um 22 Uhr, sowie die Maskenpflicht in Geschäften und in öffentlichen Transportmitteln. Diese Bestimmungen sind bis zum 2. Februar gültig. Der Gesundheitsminister hatte angekündigt, am Freitag einen Plan für die stufenweise Lockerung vorzulegen.

 

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