COVID-19: Landsleute verspüren trotz Impfrate immer mehr Angst und Sorge Skip to content

COVID-19: Landsleute verspüren trotz Impfrate immer mehr Angst und Sorge

Die Angst der Isländer vor der COVID-19 Erkrankung hat mit Zunahme der Fallzahlen stark zugenommen. Inzwischen fürchtet sich einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Gallup nach ein Viertel aller Landsleute vor der Pandemie, berichtet Vísir. Die Wartelisten beim Zentrum für Psychotherapie sind noch nie so lang gewesen wie zur Zeit.

Die Gallupumfrage von Ende Juli zeigte dass 30 Prozent der Landsleute sich sehr vor COVID-19 fürchten. Bei einer Umfrage zu Anfang Juli waren dies nur 12 Prozent gewesen.
Mehr als die Hälfte aller Befragten gab an, sich grosse Sorgen wegen der gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie in Island zu machen. Anfang Juni hatten 30 Prozent der Befragten solche Sorgen geäussert. Trotz der hohem Impfrate ist diese Zahl niemals höher gewesen.
Ein Viertel der Befragten oder 25 Prozent verspürt allgemeine Angstzustände in Bezug auf COVID-19, zuletzt waren es 11 Prozent gewesen.

Von dieser Entwicklung können Psychotherapeuten ein Lied singen, denn die Wartezeiten für einen Gesprächstermin beim Zentrum für Psychotherapie betragen zur Zeit vier bis fünf Wochen.
Der Psychotherapeut Tómas Pál Þor­valds­son sagt, das sich verschlechternde psychische Befinden der Bevölkerung sei deutlich zu spüren, es habe sich im vergangenen Monat in den steigenden Anfragen für Psychotherapie wegen Angstzuständen und anderen psychischen Störungen niedergeschlagen.
“Mit der steigenden Ungewissheit kommt auch mehr Angst.” erklärt Tómas Páll. “Und dann sehen wir in dieser neusten Welle, dass der Impfstoff nicht ganz das bewirkt, was wir wollten, und dann kommt diese grosse Ungewissheit. Und die Leute sehen nicht, wie sich das alles löst und besser wird. Mit mehr Ungewissheit wie in dieser neusten Welle kommen dann oft mehr Angst und mehr Gefühle hoch.”

Gestern meldete die Universitätsklinik, dass 26 Patienten stationär wegen COVID-19 behandelt werden. Vier befinden sich auf der Intensivstation, zwei von ihnen liegen am Beatmunsgerät. Vísir schreibt dass von den acht Patienten, die in dieser Welle auf der Intensivstation hatten betreut werden müssen, vier vollständig geimpft waren. In ambulanter Betreuung befanden sich gestern 1435 COVID-Patienten, davon 309 Kinder.
Insgesamt sind bei Beginn der vierten Welle 58 Patienten stationär behandelt worden, 40 Prozent von ihnen waren nicht geimpft.
Die Impfrate der Bevölkerung ab 16 Jahren beträgt in Island 86,3 Prozent, 6,6 Prozent haben eine Impfdosis erhalten.

 

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