COVID-19: Intensivstation überfüllt, Patient musste nach Akureyri verlegt werden Skip to content
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Photo: Landspítali- Fólk.

COVID-19: Intensivstation überfüllt, Patient musste nach Akureyri verlegt werden

Die Intensivstation der Uniklinik ist überfüllt, der erste Patient musste heute ins Krankenhaus nach Akureyri verlegt werden, berichtet Vísir. Insgesamt 13 Patienten liegen auf der Intensivstation, acht von ihnen leiden an COVID-19, fünf dieser acht sind an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Der Leiter der Intensivstation, Ólafur G. Skúlason äussert seine Besorgnis.
“Die Lage bei uns in der Intensivstation ist sehr ernst. Wir haben 13 Patienten dort liegen, fünf von ihnen werden beatmet.” Pflegepersonal sei jedoch nur für zehn Intensivpatienten vorhanden. Man suche händeringend nach Fachpersonal.

“Wir rufen Krankenschwestern und Ärzte zurück, aber es gibt zuwenig Intensivschwestern und Anästhesisten. Wir rufen zurück in den Dienst und gehen andere Wege, um Leute dazu zu bringen, uns zu unterstützen, wie etwa aus Privatkliniken, wir kooperieren auch mit Akureyri und so weiter.”
Ein Intensivpatient, der nicht an COVID erkrankt ist, wurde bereits in den Norden verlegt. Solche Verlegungen sind sehr aufwendig, die Patienten müssen für die Fahrt in einer Art Kapsel transportiert werden.

Ólafur lobt sein Pflegepersonal für die Ausdauer, obwohl die meisten sehr müde seien nach all der langen Zeit im Dauereinsatz.

Gestern wurden 130 Personen positiv auf das Sars-CoV2 Virus getestet, 91 von ihnen befanden sich nicht in Quarantäne. Im Krankenhaus liegen 32 COVID-Patienten, wie schon erwähnt, acht auf der Intensivstation und fünf von ihnen am Beatmungsgerät.

Mehrere Kindergärten und Schulen mussten in den vergangenen Tagen wegen Ansteckungsfällen geschlossen werden, zahllose Kinder beginnen das neue Schuljahr mit einer Quarantäne oder COVID-Erkrankung. Das Kultusministerium hat heute Seuchenschutzanweisungen für den Schul- und Kindergartenbetrieb veröffentlicht, die sich weitgehend an den derzeit gültigen Bestimmungen für die Bevölkerung orientieren.

Auch zwei Linien des Öffentlichen Nahverkehrsunternehmens Strætó sind heute komplett ausgefallen, weil Busfahrer infiziert waren und ganze Wagenteams sich in Quarantäne begeben mussten.

Der ehemalige Reykjavíker Bürgermeister und Komiker Jón Gnarr ist gestern an COVID-19 erkrankt. In einem Interview mit mbl.is gibt Jón an, er habe keine Ahnung, wo er sich angesteckt haben könnte, weil er seit seiner Ankunft in Island kaum jemanden getroffen habe. In der vergangenen Woche hatte er von dem Gedränge in der Ankunftshalle des Flughafengebäudes berichtet. Dies sei die einzige Menschenmenge gewesen, in der er sich befunden habe. Er könne sich nur auf dem Flug oder bei der Ankunft angesteckt haben.

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