COVID-19: Gruppeninfektion des Wochenendes bei 44 positiven Fällen angelangt Skip to content
Director of Civil Protection Víðir Reynisson, Chief Epidemiologist Þórólfur Guðnason, Director of Health Alma Möller
Photo: Almannavarnadeild ríkislögreglustjóra/Facebook. Left to right: Director of Civil Protection Víðir Reynisson, Chief Epidemiologist Þórólfur Guðnason, Director of Health Alma Möller..

COVID-19: Gruppeninfektion des Wochenendes bei 44 positiven Fällen angelangt

Am gestrigen Sonntag sind im Inland 27 COVID-Infektionen festgestellt worden, zwei der Infektionen befanden sich ausserhalb der Quarantäne. Insgesamt wurden damit am gerade vergangenen Wochenende 44 Infektionen gefunden. Davon betreffen 36 den Kindergarten Jörfi, wo 14 Kinder, 16 Kindergärtner und sechs Familienmitglieder infiziert sind. Acht Infektionen fanden sich beim Lebensmittelunternehmen Íslensk sjávarfang in Reykjavík. Bei allen Infektionen wurde die britische Variante gefunden.

Im Krónan-Supermarkt im Reykjavíker Austurver ist ein positiver Fall diagnostiziert worden. Alle Mitarbeiter die mit der Person in nahem Kontakt standen, befinden sich in Quarantäne, der Supermarkt ist desinfiziert worden. Die betroffene Schicht wird von Mitarbeitern aus anderen Filialen übernommen. Der Mitarbeiter war von Donnerstag bis Samstag im Einsatz gewesen.

In Húsavík musste eine Kindergartengruppe geschlossen werden, nachdem eines der Kinder am Wochenende Besuch von einer Person hatte, die im Reykjavíker Kindergartenumfeld positiv getestet worden war. Ein Testergebnis steht noch aus.

Die Infektionsrate beträgt nun 20,7 auf 100.000 Einwohner im Inland und 6,8 an der Grenze.
Die Pressesprecherin des Zivilschutzes, Hjördís Guðmundsdóttir, gab ab, die Ansteckungen stünden fast alle im Zusammenhang mit dem Cluster im Kindergarten Jörfi. Da keiner der Infizierten lange in Quarantäne war, steht zu erwarten, dass sich die Zahl der Infizierten weiter erhöht.
Man muss bis in den November zurückgehen um eine ähnlich hohe Infektionszahl in Island zu finden.

Quarantänebruch als Auslöser
Die Fallzahlen der vergangenen Tage sind alle auf den Quarantänebruch einer in Island ansässigen Person zurückzuführen, bzw. darauf, dass eine an COVID erkrankte Person zur Arbeit gegangen ist. Zivilschutzchef Víðir Reynisson zufolge wird der Fall zur Zeit polizeilich untersucht. Zur Verhängung eines Bussgeldes konnte er keine Angaben machen.
Im Krankenhaus befinden sich drei Personen, 386 sitzen in Quarantäne, 922 in Testquarantäne.
Rúnólfur Pálsson, der Leiter der COVID-Ambulanz im Univesitätskrankenhaus, sagte in einem Radiointerview auf Rás 2 am Morgen, es handle sich um eine grosse Gruppeninfektion, die sich leicht ausbreiten und grösser werden könne.
Der Chef des Genforschungsnstitutes deCODE, Kári Stefánsson, forderte eine erneute Verschärfung des Versammlungsverbotes, eine vermehrte Kontrolle der Quarantäne, sowie eine intensivere Kommunikation der Quarantäneregeln für Mitbürger ausländischer Herkunft. Er befürchtet, man habe mit dem neuen Gruppenfall die Kontrolle verloren.

Symptome der britischen Variante
Auf der heutigen Pressekonferenz drückte Chefepidemiologe Þórólfur Guðnason seine Besorgnis darüber aus, dass man immer ein bis zwei Wochen hinterherhinke, weil sich die Ansteckungen bereits vor Tagen ereignet hatten, in diesem Fall bevor die Beschränkungen an der Grenze gelockert worden waren.
Die Leiterin des isländischen Gesundheitsamtes, Alma Möller, wies noch einmal auf die Symptome der britischen Variante hin.
Darunter fallen Fieber, Husten, Muskelschmerzen, Atemberschwerden, Erbrechen, Durchfall, und plötzliche Veränderungen im Geschmacks- und Geruchssinn. Manche Erkrankte zeigen nur leichte Symptome. Es sei von grosser Wichtigkeit, dass Getestete sich selbst isolieren, bis ein negatives Resultat vorliegt, betonte sie.

Polizeikontrolle und Impfung im Schul-und Kindergartenbereich
Die Einhaltung der Quarantäne wird noch nicht von der Polizei kontrolliert, eine rechtliche Prüfung dieser Möglichkeit ist jedoch zur Zeit in Arbeit. Þórólfur wies darauf hin, dass die aktuelle Gruppeninfektion nicht aufgekommen wäre, wenn die Quarantäne in staatlichen Einrichtungen für alle Einreisenden verpflichtend gewesen wäre.

Als Reaktion auf die Gruppeninfektion sollen nun Lehrer bei der Impfung vorgezogen werden, ihre Impfung soll Anfang Mai beginnen, und auch für die Kindergärtner steht ein Vorziehen zur Debatte, weil der Betrieb von Kindergärten als essentiell für eine funktionierende Gesellschaft gesehen wird.

Þórólfur gab an, dass neue Einschränkungen angesichts der Lage durchaus denkbar seien. Bislang gebe es allerdings noch keine konkreten Pläne. Auch eine Verlängerung der Quarantäne zwischen den beiden Tests hält er für nicht angebracht. Die Zahl der beim zweiten Test positiv Diagnostizierten sei eher gering. Die meisten beim ersten Test Diagnostizierten, oder 70 Prozent, kämen mit mit einem negativen PCR-Test vom Abflugort ins Land.

 

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