COVID-19: Die Impfsituation in Island Skip to content
Photo: Army Spc. Angel Laureano holds a vial of the COVID-19 vaccine, Walter Reed National Military Medical Center, Bethesda, Md., Dec. 14, 2020. (DoD photo by Lisa Ferdinando).

COVID-19: Die Impfsituation in Island

Fast alle isländischen Mitbürger über 80 Jahren sind vollständig gegen COVID-19 geimpft. Zu Ende des heutigen Tages sollen auch 90 Prozent aller Mitarbeiter der Universitätsklinik mindestens eine Impfdosis erhalten haben.
Vom Erreichen einer Herdenimmunität indes ist das Land noch weit entfernt: bislang sind 5,6 Prozent der Einwohner (369,590 gesamt) vollständig geimpft, und 6,7 Prozent haben ihre erste Dosis erhalten.

Janssen Impfstoff für April erwartet
Island hatte am 29. Dezember mit der Impfung begonnen. Seitdem haben 45,422 Personen Impfdosen von Moderna, Pfizer oder Astra Zeneca erhalten, welche die Gesundheitsbehörden per Gemeinschaftsverträge durch die EU-Kommission erworben hatten. Erst kürzlich hatte die Europäische Arzneimittelkommission einen vierten Impfstoff, diesmal der Firma Janssen (Johnson&Johnson) zugelassen, davon werden im April 4800 Dosen im Land erwartet. Da dieser Impfstoff nur einmal appliziert werden muss, können 4800 Personen damit vollständig versorgt werden.
Bis Ende Juli wollen die Gesundheitsbehörden mehr als 50 Prozent der Bevölkerung geimpft haben. Man erwartet, dass die Lieferung in den kommenden Monaten zügiger vonstatten geht, weil die Produktion gesteigert worden ist.

Uniklinik hat 90 Prozent aller Mitarbeiter geimpft
Island Universitätsklinik Landspítali ist nicht nur das grösste Krankenhaus des Landes und Standort der COVID-Abteilung, sondern mit 6000 Mitarbeitern auch der grösster Arbeitgeber. Etwa 90 Prozent der Mitarbeiter werden mit dem heutigen Tag entweder vollständig geimpft sein, oder ihre erste Dosis erhalten haben.

Die Impfaktion war zu einem Halt gekommen, als zu Beginn des Monats die Benutzung des Astra Zeneca Präparates gestoppt worden war. Damit ging Island den gleichen Weg wie die europäischen Nachbarländer und wartete Untersuchungsergebnisse der Arzneimittelkommission ab, nachdem der Verdacht aufgekommen war, dass der Astra Zeneca Impfstoff Thrombosen verursachen könnte. Letzten Ergebnissen zufolge wiegt der Vorteil des Impfstoff jedoch seine Risiken auf. Daraufhin entschied Island in der vergangenen Woche die Impfung mit dem Astra Zeneca Präparat wiederaufzunehmen, und impfte damit die 70-Jährigen und Älteren. Chefepidemiologe Þórólfur Guðnason äusserte auf einer Pressekonferenz, die auf den Impfstoff zurückgehenden seltenen Nebenwirkungen stünden in Verbindung zu jüngeren Personen.

Nach erster Dosis zu jung für Astra Zeneca
Für 340 Mitarbeiter der Uniklinik bedeutete dies, dass sie nach Erhalt ihrer ersten Impfdosis nun für die zweite Dosis als zu jung gelten. Hildur Helgadóttir, die Projektleiterin des Epidemierates der Klinik, gab an, das Krankenhaus warte auf eine Entscheidung des Chefepidemiologen dazu, wie bei diesen Kollegen nun weiter vorgegangen werden soll.
Zumindest schützt der Astra Zeneca Impfstoff auch mit einer einzelnen Dosis schon relativ gut gegen eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus und verhindert eine schwere Erkrankung.

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