COVID-19: Attestinhaber werden auch weiterhin an der Grenze getestet Skip to content
keflavik airport COVID-19 testing
Photo: A screenshot from RÚV.

COVID-19: Attestinhaber werden auch weiterhin an der Grenze getestet

Es stehe vorerst nicht zur Debatte, die Testung von Einreisenden mit Impfattest oder Antikörperattest in naher Zukunft einzustellen, sagte Chefepidemiologe Þórólfur Guðnason in einem Radiointerview heute Morgen. Immer noch finde man geimpfte Personen an der Grenze, die positiv auf die COVID-19 Erkrankung getestet würden.

Zur Zeit müssen sich alle nach Island Einreisenden an der Grenze testen lassen. Personen mit Impfattest oder Antikörperattest müssen das Testergebnis unter Quarantänebedingungen in ihrer Unterkunft abwarten, bevor sie weiterreisen dürfen.

“Wir finden das Virus in geimpften Personen. Auch wenn es nur wenige sind. Wir haben gesehen, dass es ausreicht, wenn einer reinkommt – vor allem wenn wir im Inland lockern und relativ wenige Schutzmassnahmen gültig sind – da ist es sehr einfach für nur wenige Personen, einzureisen und Gruppeninfektionen in Gang zu setzen,” sagte der Chefepidemiologe. Dies sei nicht gewünscht, solange die Bevölkerung noch nicht ausreichend durchgeimpft sei.

Gestern hatte ein Vertreter der isländischen Tourismusindustrie geäussert, angesichts der steigenden Belastung an den Grenzen durch eine immer höhere Zahl von einreisenden Touristen sollte man doch von der Testung von Attestinhabern einfach ganz absehen, oder einen Schnelltest anwenden, um die Einreise zu beschleunigen. Am gerade vergangenen Wochenende waren fast 20 Flugzeuge mit Touristen gelandet, worauf sich Schlangen in der Abfertigung ergeben hatten. Nun soll beim Grenzpersonal aufgestockt werden, und auch die Abfertigung soll räumlich reorganisiert werden.

Þórólfur zufolge könne man erst dann daran denken, Geimpfte durchzuwinken, wenn eine gute Durchimpfung im Inland erzielt worden sei. Er peile 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung an, oder 220.000 Einwohner, die zumindest eine Impfdosis erhalten hätten. Erst dann sei eine Lockerung an den Grenzen denkbar, jenachdem wie sich die Lage entwickle.
Eine Prognose für den kommenden Winter wollte Þórólfur nicht abgeben. Man habe gesehen, wie unglaublich schnell sich die Dinge verschlechtern können, daher wolle er lieber nichts prognostizieren, auch wenn immer wieder danach gefragt werde. Man müsse jederzeit zu Schutzmassnahmen bereit sein, daher plane er gar nicht so weit in die Zukunft, er wolle erst schauen, wie sich der Sommer gestalte.

Auf die Frage nach möglichen Problemen gab Þórólfur an, es könnte sich um Probleme mit den Impfstoffen handeln, dass die Impfung nicht im erhofften Tempo vonstatten gehen kann, es könnten aber auch neue Mutationen auftauchen, gegen die sich die bisher verwendeten Impfstoffe wirkungslos zeigten. Das würde einen Rückschlag bedeuten.
“Wir müssen darauf vorbereitet sein. Natürlich hofft man, dass das nicht passiert, aber wir müssen immer darauf vorbereitet sein, dass so etwas geschehen könnte.” warnte der isländische Chefepidemiologe im Interview.

 

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