COVD-19: Zweifacher Test für Einreisende könnte zur Pflicht werden Skip to content
Covid 19 Þríeykið
Photo: Covid 19 Þríeykið.

COVD-19: Zweifacher Test für Einreisende könnte zur Pflicht werden

Islands Chefepidemiologe Þórólfur Guðnason rechnet damit, dass die Seuchenschutzmassnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der COVID-19 Infektion im Land erhalten bleiben, bis ein Impfstoff vorhanden sei, mindestens aber ein paar weitere Monate, berichtet Vísir. Die kommenden Tage würden zeigen, was für Massnahmen er der Gesundheitsministerin als nächstes vorschlagen werde. Unter anderem werde geprüft, ob Einreisende verpflichtet werden, sich zweimal testen zu lassen, mit Absolvierung einer fünftägigen Quarantäne zwischen den Tests. Bislang hatten Einreisende auch wählen können, ob sie sich statt Test in eine 14-tägige Quarantäne begeben.
Die momentanen Massnahmen haben bis 3. November Gültigkeit.

Clusterinfektionen und Krisenzustand in der Uniklinik
In der vergangenen Woche war eine neue Clusterinfektion im Reykjavíker Altenheim Landakot in Gang gekommen, ausgehend von der inzwischen 79 Personen in dem Heim infiziert sind (52 Bewohner, 27 Mitarbeiter). Auch in der Rehaklinik Reykjalundir in Mosfellsbær und in dem Altenheim Solvellir in Eyrarbakki sind bei Patienten und Bewohnern COVID-19 Ansteckungen festgestellt worden.
Im Universitätskrankenhaus werden mit Stand von heute 51 Personen stationär behandelt, auf der Intensivstation liegen drei Personen, eine davon am Beatmungsgerät. Bei der ersten Welle hatten 105 Personen wegen COVID-19 stationär aufgenommen werden müssen, diesmal sind es nach Angaben von Klinikdirektor Páll Matthíason 115 Personen.

Seit dem Wochenende arbeitet die Universitätsklinik im Krisenzustand. Alle nicht notwendigen Operationen sind abgesagt worden, und man arbeitet daran, Patienten auf andere Häuser zu verteilen. Gesundheitsamtsleiterin Alma Möller hatte gestern Krankenpflegepersonal im ganzen Land aufgefordert, sich in die Bereitschaftsliste einzutragen.

Grösste Sorge bereite ihm, so Þórólfur heute morgen beim Pressebriefing, die Ausbreitung des Virus im Pflegeheim Landskot, und die Frage, wie er von dort in die Öffentlichkeit gebracht worden sei. “Und ob wir in den kommenden Tagen einen Infektionsanstieg in der Gesellschaft sehen werden.”

Testpflicht steht zur Debatte
Die Infektionszahlen der nächsten Tage bestimmen das weitere Vorgehen an den Landesgrenzen. Gestern wurden 14 Personen positiv an der Grenze getestet, die vierte grosse Personengruppe innerhalb weniger Wochen. Bei einigen wird auf das Ergebnis der Antikörperbestimmung gewartet. Bislang waren alle mit COVID-19 infizierten Gruppen aus Polen eingereist.

Es sei schwierig, eingereiste Personen zu kontrollieren, die sich für die 14-tägige Quarantäne (ohne Test) entschieden, ob sie auch wirklich zuhause blieben. Daher stehe nun die Entscheidung an, ob man die Wahlmöglichkeit streiche und festlege, dass alle Einreisenden sich verpflichtend zweimal testen lassen müssen.
Er halte diese Handhabe für wichtig, vor allem, wenn Leute aus Ländern einreisten, wo viele positiv auf das Virus getestet worden seien. Mit einer Entscheidung ist vor dem 3. November zu rechnen.

 

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