Blutspende von Homosexuellen sollte erlaubt werden Skip to content
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Blutspende von Homosexuellen sollte erlaubt werden

Homosexuelle Männer dürfen in Island kein Blut spenden, weil bestimmte Bluterkrankungen in ihrer Gruppe häufger vorkommen als in anderen Gruppen, sagte der Infektionsmediziner Þórólfur Guðnason im Morgenradio bei Rás 2.

Eine Änderung der Regel steht jedoch auf dem Prüfstand.

Im alljährlichen satirischen Jahresrückblick Áramótaskaup 2018 war die Regelung aufs Korn genommen worden. Dort hatte ein Schwerverletzter auf eine Blutspende gewartet, die Spende eines Homosexuellen war jedoch abgelehnt worden, und ein Chor von Homosexuellen hatte dazu das Lied geschmettert, ob “Hommis” denn keine Männer seien. Der homosexuelle Popsänger Páll Óskar hatte in der Gruppe mitgesungen.

Þórólfur zufolge fänden sich Bluterkrankungen auch in anderen Gruppen von Menschen, jedoch kämen sie seltener vor.

“In vielen Ländern ist das in den letzten Jahren abgeschafft worden, aber Island ist eins der wenigen Länder, wo das Blutspendenverbot für diese Gruppe immer noch gilt,” sagte er in dem Radiointerview. “Die Entscheidungsgewalt dafür liegt meiner Ansicht nach bei der Blutbank und ihrem Ratgebergremium, welches sich derzeit darum kümmert. Ich weiss auch, dass das auf dem Tisch des Ministers liegt. Ich erwarte, dass in Bälde eine Entscheidung darüber fällt, wie das in Zukunft hier gehandhabt wird.”

In den anderen nordischen Ländern können Homosexuelle Blut spenden, wenn sie in den 12 Monaten vor der Spende keinen Geschlechtsverkehr ausgeübt haben. In Schweden wird die Periode möglicherweise auf sechs Monate reduziert, in Dänmark gelten vier Monate.

“Es geht nicht um das Recht einer bestimmten Gruppe auf Blutspende, sondern um das Recht des Empfängers auf eine sichere Blutspende. Deswegen musss man das absichern können,” erklärte Þórólfur.

Mit bestimmten Methoden sei es jedoch möglich, die Sicherheit einer Blutspende zu garantieren und Personen aus einer Gefahrengruppe eine Blutspende zu ermöglichen.

 

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