Bevölkerung wächst schnell, 400.000 Marke in Sicht Skip to content

Bevölkerung wächst schnell, 400.000 Marke in Sicht

Islands Bevölkerung ist im Jahr 2022 um 11,500 Personen gewachsen und wird möglicherweise noch in diesem Jahr die 400.000 Marke knacken. Zu Jahresbeginn lag die Gesambevölkerungszahl bei 387,758 Einwohnern. Diese Zahlen sind einem Report der Wohnungsbaubehörde zu entnehmen. Der Anteil arbeitender Einwanderer auf dem nationalen Arbeitsmarkt hat sich seit 2003 vervierfacht.
Nach Angaben der Wohnungbaubehörde war die Bevölkerungszahl in den ersten sechs Monaten diesen Jahres um 1,7% gestiegen. Ausländische Mitbürger machen derzeit 18% der Gesamtbevölkerung aus, oder mehr als 70.000 Personen. In der Altersstufe zwischen 26 bis 36 Jahren macht ihr Anteil sogar 30% der Bevölkerung aus. Steuerdaten zufolge war der Anteil arbeitender Einwanderer im letzten Jahr von einstmals 5% auf mehr als 20% gestiegen.

Tourismus und Einwanderung hängen zusammen
Nach Meinung der Professorin für Ökonomie an der Universität Reykjavík, Katrín Ólafsdóttir, gebe es einen starken Zusammenhang zwischen dem raschen Wachstum in der Tourismusindustrie und der Anzahl an Zuzügen aus dem Ausland. “Der Zusammenhang war in den Jahren zuvor viel schwächer, aber die letzten zehn Jahre zeigen da eine sehr starke Verbindung.”
Wie Icelandreview berichtete, liegt allerdings auch die Arbeitslosenquote bei Einwanderern mit 50% innerhalb dieser Gruppe sehr hoch, und das trotz einer nationalen Arbeitslosenquote von im August gerade mal 3,3%.

Sprachprobleme und Kinderbetreuung
Die Leiterin des Arbeitsamtes, Unnur Sverrisdóttir, drückte RÚV gegenüber ihre Besorgnis über diesen Trend aus. Man habe zahlreiche Massnahmen ergriffen, doch ohne den erwünschten Erfolg. Weitere, bislang weniger berücksichtigte Faktoren könnten den Trend stützen, wie etwa Sprachkennnisse und Probleme bei der Kinderbetreuung, vor allem für alleinerziehende Mütter, die nicht auf das gleiche soziale Netz wie Islaänder zurückgreifen können.
Unnur betonte die Notwendigkeit, die Problematik besser zu verstehen und wies auf potentielle Lücken bei den Bildungsmöglichkeiten für junge Menschen ausländischer Herkunft hin, vor allem solche, die nicht fliessend isländisch sprechen.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter

Recommended Posts