Benagelte Winterreifen sollen in Reykjavík besteuert werden Skip to content

Benagelte Winterreifen sollen in Reykjavík besteuert werden

Islands Umweltbehörde überarbeitet derzeit ihren Plan zur Verbesserung der Luftqualität. Unter anderem sieht der Plan vor, dass  Gemeinden die Möglichkeit erhalten, Autofahrer mit benagelten Winterreifen zur Kasse zu bitten. Damit dies umgesetzt werden kann, muss zuvor das Verkehrsgesetz geändert werden, berichtet Fréttablaðið.

In Reykjavík ist der politische Wille zur Nagelbesteuerung bereits vorhanden,.Nicht nur weil dies den Feinstaub in der Luft mindere, auch würde es der Fahrbahnzerstörung Einhalt gebieten, so der Experte für Luftqualität bei der Umweltbehörde, Þorsteinn Jóhannsson.
In Norwegen, so Þorsteinn, koste es in manchen Gemeinden 20.000 ISK, ein Fahrzeug mit vier benagelten Reifen den Winter über zu fahren.

Gäste zahlen Tagesgebühr
Kritik war unter anderem laut geworden, dass es sich bei dieser Gebühr um eine zusätzliche Besteuerung der Landbevölkerung handle. Auf dem Land sind benagelte Reifen in vielen Regionen wetterbedingt unumgänglich. Þorsteinn weist den Vorwurf zurück. „Das wäre eine Steuer für alle, die im Hauptstadtgebiet wohnen. Gäste würden dann eine Tagesgebühr zahlen, so wie beim Parkautomaten.“
Þorsteinn findet, dass die eingetriebenen Gebühren dann auch der Strasseninstandhaltung zugute kommen sollten. Der Entwurf zu der neuen Besteuerung müsse daher wohlüberlegt ausgefertigt werden, bevor er zur Anwendung komme.

Benagelte Winterreifen zerstören die Strassendecke um 20 bis 40 mal mehr als unbenagelte Reifen. Auch die Feinstaubentwicklung spielt eine Rolle, sie steigt regelmässig an, sobald die Autofahrer auf benagelte Bereifung wechseln. Gesetzlich erlaubt sind die benagelten Winterreifen erst ab dem 1. November. In diesem Jahr hatte die Polizei nach einem frühen Wintereinbruch zugesagt, keine Strafen für vorzeitige Nagelnutzer zu verhängen.

 

 

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