"Beauty of Freedom": Reykjavíker Pride Festival beginnt Skip to content
Photo: Reykjavík Pride 2018.

“Beauty of Freedom”: Reykjavíker Pride Festival beginnt

Das alljährliche PrideFestival in Reykjavík hat heute offiziell mit dem Aufmalen des Regenbogens auf der Shoppingmeile Bankastræti begonnen. Bis zum Sonntag wird es Karaokeveranstaltungen, Vorträge und Dragevents geben, und natürlich am Samstag die traditionelle Pride Parade.

Das diesjährige Thema der Parade lautet “Beauty of Freedom”, eine Textzeile aus dem isländischen Eurovisionsbeitrags Með hækkandi sól. “Nach der langen Isolierung der letzten Jahre haben wir jetzt die Freiheit, zusammenzukommen und uns in Solidarität zu vereinigen. Endlich haben wir die Freiheit, unsere Siege zu feiern und im Kampf um die Menschenrechte, Bewusstseun und Gleichheit zusammenzustehen,” heisst es auf der Webseite von Reykjavík Pride.
Auch wenn die Freiheit der LGBTQI Gemeinschaft in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zugenommen hat,  so “haben wir doch den höchsten Grad der wahren Freiheit nicht erreicht. Manche Gruppen innerhalb der queeren Gemeinschaft kämpfen immer noch jeden Tag, ihre Freiheit und Schönheit wird in Frage gestellt, sowohl in Island als auch im Ausland.”

Aufklärung hilft gegen Rückschlag
Erst kürzlich hatte es Vandalismus gegen einen Regenbogen vor der Kirche von Grafarvogur gegeben, anonyme Briefe und despektierliche Facebookbeiträge eines Staatsanwaltes gegen queere Asylbewerber, die existierende Vorurteile in der Gesellschaft deutlich machten. Daníel Arnason, der Direktor des nationalen Queer-Verbandes Samtökin 78, sagt, Vorurteile gegen die LGBTQIA+Gemeinschaft hätten zugenommen und seien inzwischen ein Allgemeinplatz geworden.

“Wenn wir Vorurteilen einen Platz einräumen, dann öffnen wir auch die Tür für Vorurteile gegen andere Minderheiten.” sagte Daníel RÚV gegenüber. Die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Realität, in der queere Menschen leben, sei der Schlüssel im Kampf gegen den Rückschlag, den die Gemeinschaft gerade erlebt habe.
Das Festivalprogramm kann man auf der Webseite von Reykjavík Pride einsehen.

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