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Bakkafjörður, Austurland
Photo: Northiceland.is. Bakkafjörður.

Bakkafjörður: 62 Einwohner planen 14 Zukunftsprojekte

Im Bakkafjörður im äussersten Nordosten der Insel waren im vergangenen Jahr 62 Einwohner registriert. Im Jahr 2001 waren es noch doppelt soviele gewesen. Damit fällt Bakkafjörður unter die fragilen Siedlungen, die das Regionalentwicklungsbüro seit einigen Jahren besonders betreut. Und um ein Haar wäre Bakkafjörður aus der Liste gefallen. Im Jahr 2018 wurde aber nach eingehender Prüfung dann doch entschieden, den gefährdeten Ort im Projekt der fragilen Siedlungen zu fördern, berichtet das Bændablaðið.

Dorfleben mit Projekten erhalten
Zuvor hatte Bakkafjörður Höfn gehiessen. Ende des 19. Jh. entstand in der Länderei Höfn durch die Fischerei ein staatlich anerkannter Handelsstützpunkt mit Dorf. Der alte Anlegekai ist immer noch vorhanden, in den 90ger Jahren des letzten Jahrhunderts baute man jedoch südlich davon einen neuen Hafen, von dem aus kleinere Küstenfischkutter zum Fang auslaufen.

Wenn so eine kleine Siedlung in das Aufbauprojekt für fragile Siedlungen aufgenommen wird, unterstützt der Staat Projekte, die Leben und Wohnen in solchen abgeschiedenen Regionen sicherstellen.
Im gerade vergangenen Februar hat nun eine Ausschüttung für Initiativprojekte im Bakkafjörður stattgefunden. Die Gelder sollen Projekte von Bewohnern und die Zukunftsvision des jeweiligen Ortes als Ganzes unterstützen, wobei die Projektleitung vor Ort ansässig ist, also auch mit der Vergabe der Mittel „ganz nah“ dran ist.

14 Anträge für spannende Zukunftsprojekte
Projektleiterin Romi Schmitz zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden. Insgesamt 14 Anträge auf rund 23 Mio ISK sind bislang eingegangen. Den grössten Batzen erhielt der Schafzüchter Krzysztof Krawczyk auf Miðfjarðarnes, der auf seinem Hof ein Trainingszentrum für Schaftreibehunde aufbauen will.

Weitere bemerkenswerte Projekte, die finanziell unterstützt werden, sind etwa die Bakkasystur, die ein jährliches Festival rund um den im Bakkafjörður befischten Seehasen begründen wollen, ein nachhaltiges Retreat Center für Wellnessaufenthalte, eine Beschilderung für eine Openairausstellung, bei der Kunstwerke aus Treibholz zu sehen sind, eine Vogelbeobachtungshütte am Fluss Finnafjarðará, oder die Renovierung des ältesten Steinhauses von Bakkafjörður, welches später dann Künstlern zur Verfügung gestellt werden soll.

Ursprünglich sei Bakkafjörður nur von 2019 bis 2023 im Projekt der fragilen Siedlungen bewilligt gewesen, so Romi, doch nun habe es eine Verlängerung bis Ende diesen Jahres gegeben, und die Gelegenheit will man in dem Küstenörtchen unbedingt nutzen.

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