Ausbau von landgestützter Lachszucht, Lachssterben im Meer Skip to content
Photo: Salmon farming.

Ausbau von landgestützter Lachszucht, Lachssterben im Meer

Das Fischereiunternehmen Samherji will seine landgestützte Aquazucht im Öxarfjörður verdoppeln, berichtet RÚV. Die ersten Bauarbeiten sind bereits im Gange, das ganze Projekt soll um die zwei Milliarden Kronen kosten.
Samherji hat grosse Pläne für die landgestützte Fischzucht in Island. In Reykjanes ist die Produktion von 40.000 Tonnen Lachs geplant, im Öxarfjörður gibt es bereits eine Anlage, die nun ausgebaut werden soll. Der momentane Produktionsumfang liegt bei 1600 Tonnen pro Jahr und gehört zu den grössten der Welt, wie Betriebsleiter Freyr Jónsson schätzt. Sobald die Betriebserlaubnis für den Ausbau vorliegt, könnte man 3000 Tonnen pro Jahr herstellen. Ein Spatenstich war im Januar bereits unternommen worden. Die vorhandenen Bassins, fünf an der Zahl, fassen 2000 Kubikmeter Wasser und stammen aus dem Jahr 2017. Nun sind neue Bassins mit 4000 Kubikmeter Fassungsvermögen geplant. Kaum jemand, so Freyr, betreibe so grosse Lachszuchtbassins.
Schon jetzt weiss er, dass dieser neue Betrieb auch Mitarbeiter benötigen wird. Momentan arbeiten 28 Beschäftigte auf der Anlage am Ende der Welt. Die Anwerbung sei gut gelaufen, nun plane man, weitere Arbeiter einzustellen und die Mannschaft zu verdoppeln.

Lachssterben in Meeresbassins
In den Meeresbassins rund um Island sieht die Lage anders aus, beim Unternehmen Arcic Fish im Dýrafjörður waren in den vergangenen Tagen bis zu 2000 Tonnen Lachs verendet, berichtet RÚV. Das Fischschlachtschiff Norwegian Gannet befindet sich bereits auf dem Weg nach Island, um in der kommenden Woche mit der Lachsschlachtung zu beginnen, bevor noch mehr Fische in den Bassins verenden. Sämtliche Lachse haben Schlachtgrösse und Schlachtgewicht erreicht und sind bereit zur Vermarktung.
Einer Mitteilung des Unternehmens zufolge sterben die Fische vor allem durch Stress beim Umgang. Die hohe Todesrate wird sich auf den Umsatz des ersten Quartals und auch auf die angepeilte Jahresproduktion auswirken.

Schlachtung auf norwegischem Schiff
Die begrenzte Schlachtkapazität in den Westfjorden hatte dazu geführt, dass der Lachs nicht früher hatte geschlachtet werden können, eigentlich hätte dies im letzten Jahr stattfinden sollen. Jetzt geht es darum, zu retten was noch zu retten ist, bevor noch mehr Lachse verenden. Die Schlachtung findet auf der Norwegian Gannet an zwei von vier Standorten im Dýrafjörður statt. Geschlachtet werden sollen 2000 Tonnen der insgesamt 10.000 Tonnen Lachs in den Bassins. Verpackt wird der Lachs dann in einer Fischfabrik in Bildudalur im Arnarfjörður, südlich des Dýrarfjörður.

Schnee behindert Fischtransport
Derweil drängen die Gemeinden in den Westfjorden auf rasche Lösungen im Strassenbau, um die Verkehrsinfrastruktur der von Schnee und Lawinen gebeutelten Region zu verbessern. Nicht nur Tunnelbau, sondern vor allem ein besseres Räumdienstangebot brauche es, um dem gestiegenen Verkehrsaufkommen unter anderem durch Schwerlastverkehr begegnen zu können.
Bei einem schweren Schneesturm im Januar hatten mehrere Lastwagen mit gefrorenem Lachs für den Export im Osten des Landes festgehangen und das Containerschiff in Þorlákshöfn im Südland verpasst.

 

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