Aufbau einer Infrastruktur im Eruptionsgebiet geplant Skip to content
Tourists catch a selfie with the flowing lava in Geldingadalur on the Reykjanes peninsula while a search-and-rescue volunteer monitors the area
Photo: Golli. Tourists catch a selfie with the flowing lava in Geldingadalur on the Reykjanes peninsula while a search-and-rescue volunteer monitors the area.

Aufbau einer Infrastruktur im Eruptionsgebiet geplant

Ein Parkplatz für 500 Autos, Parkwächter und Wanderwege sind nur einige Aspekte eines Zukunftsentwurfes für die Eruptionsregion auf der Halbinsel Reykjanes, den eine vom Büro der Premierministerin initiierten Arbeitsgruppe nun zur Prüfung vorgelegt hat. Man geht davon aus, dass die Zahl der Besucher steil ansteigen wird, wenn die Reisebeschränkungen für Besucher aus dem Ausland erst aufgehoben sind.

Der Vulkanausbruch, der am 19. März begonnen hatte, befindet sich nur 32 Kilometer von der Hauptstadt entfernt und sprudelt munter weiter. Selbst wenn der Lavafluss versiegen sollte, bleibt das Gebiet mit der jungen Lava für Besucher ein spannendes Ausflugsziel. Der als eher klein eingeschätze Vulkanausbruch liegt in den Bergen und stellt für bewohnte Gebiete keine Gefahr dar.

Das Ausbruchsgelände befindet sich auf dem Privatland Hraun, doch in dem Entwurf heisst es, dass die insgesamt 20 Landbesitzer bereit seien, in eine touristische Infrastruktur zu investieren.
Gestern berichtete Vísir, dass die Eigentümergemeinschaft auch bereit sei, das Land zu veräussern, wenn das richtige Angebot eingehe. Schon mehrere Investoren aus dem In- und Ausland hätten sich gemeldet, und man prüfe die Angebote.

Nichtsdestotrotz laufen die Vorbereitungen zum Aufbau einer Infrastruktur weiter. Ein Parkplatz für 500 Fahrzeuge, der auch Platz für Reisebusse bietet, und Toiletten stehen auf dem Plan, um die Parkplätze auf den Wiesen und mobilen Toilettenhäusschen zu ersetzen. Ausserdem will man mit Hubschrauberunternehmen und Reisebietern um die Möglichkeit verhandeln, am Ausbruchsgelände zu lianden bzw. Touristen an die Ausbruchsstätte zu fahren. Zur Zeit ist sie nur per Privatflug oder zweistündigen Marsch durch anspruchsvolles Gelände vom Parkplatz aus zu erreichen. Den Pistenbau wollen die Landbesitzer finanzieren.
Der Entwurf sieht auch ein Informationszentrum in Grindavík vor, sowie die Verlegung von Strom- und Datenkabeln, damit Überwachungskameras und Gasmessgeräte aufgestellt werden, um das Gebiet für Touristen sicherer zu gestalten.

Nach Angaben von Wissenschaftlern des Geologischen Institutes ist es unmöglich vorherzusagen, wie lange der Ausbruch in den Geldingadalir andauern wird. Der Lavafluss hat seit Ende März zugenommen, er beträgt jedoch nur fünf Prozent des durchschnittlichen Lavaflusses in der Holuhraun, einem Ausbruch im Norden Islands, der vom September 2014 bis Februar 2015 andauerte.

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