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hotel workers strike Reykjavík
Photo: Verkfall skúringafólks á hótelum – Kröfuganga.

Arbeitskampf: Tarifverhandlungen abgebrochen, Streikbeginn um Mitternacht

Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Efling und dem Arbeitgeberverband sind am Abend ergebnislos abgebrochen worden. Damit beginnt um Mitternacht der am Donnerstag unterbrochene Streik beim Servicepersonal in mehreren grossen Reykjaviker Hotels und den 70 LKW-Fahrern der Mineralölindustrie.

Der staatliche Vermittler Ástráður Haraldsson sagte RÚV gegenüber, die Verhandlungsparteien hätten sich über die vorliegenden Gehaltstabellen nicht einigen können.
“Das Ergebnis ist nun so, dass die Verhandlungsparteien sich nicht einigen können und dass zuviele Unterschiede vorliegen, als dass es einen Grund geben könnte, die Gespräche fortzusetzen. Die Verhandlungssitzung ist zuende, und im Moment sehe ich keinen Grund, eine neue Sitzung einzuberufen,” sagte Ástráður. Er stehe aber bereit, sofort an den Verhandlungstisch zu bitten, wenn er entsprechende Entwicklungen sehe.
Efling hatte betont, dass andere bereits geschlossene Tarifvereinbarungen für die Gewerkschaft nicht geeignet seien. Es war nicht gelungen, auf dem Gebiet einen Kompromiss zu finden. Auch ein neuer Vorschlag steht derzeit nicht zur Debatte.

Von Seiten der Arbeitgeber hiess es, man habe sich nicht auf die Forderungen der Gewerkschaft zubewegen können, weil man nicht mit einer Gewerkschaft höhere Löhne als mit anderen vereinbaren könne, das schade der Glaubwürdigkeit des Arbeitgeberverbandes. Das Ergebnis sei sehr enttäuschend, so der Verhandlungsführer des Arbeitgebervebrandes, Halldór Benjamín Þorbergsson. Er schliesse Massnahme von Seiten des Verbandes nicht aus.

Tag drei verlief unerfreulich
Efling veröffentlichte eine Erklärung, wonach der Arbeitgeberverband nicht willens gewesen sei, der Gewerkschaft entgegen zu kommen. In den ersten beiden Verhandlungstagen habe es Bewegung gegeben, doch heute habe sich das Blatt gewendet.
“Wir haben uns in den vergangenen drei Tagen für die Eflingmitglieder eingesetzt, einen Kompromiss mit den Arbeitgebern zu finden, wir haben lange Tage dort gesessen und jeden Stein umgedreht. Wir haben Lösungsvorschläge vorgelegt, die so weit wie nur möglich reichten. Wir haben unzählige Möglichkeiten aufgezeigt, die geltenden Tarifverträge an unsere Situation und Zusammensetzung anzupassen. Dies wurde alles zurückgewiesen oder mit Vorhaben beantwortet, die bewusst beleidigend waren, um diesen Versuch an die Wand zu fahren. In diesem Sinne endete der heutige Tag, an dem wir eine stark veränderte und schlechtere Atmosphäre seitens des Arbeitgeberverbandes als gestern und vorgestern gespürt haben.” heisst es in der Mitteilung des Verhandlungsteams von Efling.

Die Gewerkschaftsmitglieder waren schon am Mittag aufgefordert worden, sich bereitzuhalten.  Vom Streik betroffen sind mehrere grosse Hotels in der Hauptstadt, sowie die Tankstellen des Landes, die nicht mehr mit Kraftstoff versorgt werden. Bei Streikbeginn hatte Efling 70 Parteien Ausnahmegenehmigungen erteilt, darunter Polizei, Feuerwehr, Rettungs- und Einsatzkräfte, Institutionen im Gesundheitswesen und der Milchindustrie.

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