Alter Horror in isländischen Ortsnamen Skip to content
Photo: Landmælingar Íslands, Facebook.

Alter Horror in isländischen Ortsnamen

Zum Halloweenfest, welches zwar eine amerikanische Festtradition ist, aber durchaus Wurzeln im alten europäischen und isländischen Volksglauben hat, veröffentlichte das Landesvermessungsamt eine “Karte des Horror” von Island.

In Island hiessen die Nächte zwischen Oktober und November schlicht vetranætur – Winternächte, sie markierten den Übergang vom Sommer- zum Winterhalbjahr und wurden als Übergang und Neubeginn gefeiert. Vor der Christianisierung wurde in diesen Tagen unter anderem das Dísablót abgehalten, ein Opferfest zu Ehren der weiblichen Gottheiten und Schutzgeister.

Der kürbisfreudige Horror- und Totenkult rund um Halloween schwappte von den USA auch nach Island herüber – sollte man denken.
Das Landesvermessungsamt belehrt uns eines Anderen: die fanden nämlich nicht weniger als 1238 Ortsbezeichnungen, welche grauenvolle Namen und Worte wie Schaffott (höggstokkur), Tot (dauði), Knochen (bein), schlecht (ill), Geist (drauga), Blut (blóð), Ertränken (drekking), übel (vont), Enthauptung (Enthauptung), Leiche (lík, nykur), Mord (dráp), Betteln (sníkja), Zauber (aldra), Ekel viðbóð), Troll (tröll), Trollkona (skessa), Galgen (gálga), Hölle (hel), Abgründe (Svörtuloft), Steingrab (dys), Unfalltod (mannskaða), Teufel (djöfla), Grab (grafar) und weitere Begriffe enthalten – rund ums ganze Land.

Zur Feier des Tages (oder der vetranætur) gibt es auf kortasjá eine interaktive Karte, wo man die urisländischen Horrornamen finden kann.

 

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