Alkoholverkauf im Internet noch nicht legal, aber er boomt Skip to content
Photo: Raysonho.

Alkoholverkauf im Internet noch nicht legal, aber er boomt

Das Parlament muss zwar noch darüber entscheiden, ob private isländische Wiederverkäufer Alkohol im Internet vermarkten dürfen, doch das Geschäft boomt bereits für Unternehmer, die sich den lukrativen Markt erschliessen wollen, bevor es gesetzlich erlaubt ist, berichtet RÚV.

Ab dem 1. Juli dürfen Brauereien ihr Bier im Brauhaus verkaufen. Diese Änderung der ansonsten sehr strengen Alkoholverkaufsbestimmung war am vergangenen Mittwoch im Parlament beschlossen worden. Das Gesetz, welches privaten Wiederverkäufern erlaubt, Alkohol online zu vermarkten, hatte es jedoch bis zur Sommerpause nicht bis zur Abstimmung geschafft.

Das hielt Elías Blöndal Guðjónsson, den Mitbesitzer von Santewines SAS, nicht davon ab, an diesem langen Wochenende ein Riesengeschäft zu machen. Und eigentlich nicht nur dieses Wochenende, denn wie eine ganze Reihe weiterer Onlineshops, die bereit sind, das Risiko auf sich zu nehmen, hatte Santewines bereits seit einem Jahr Alkohol im Internet verkauft, und das Geschäft läuft immer besser.

In diesem Jahr fiel der isländische Nationalfeiertag auf einen Freitag. Unter normalen Umständen kaufen die Leute am Freitagabend ihren Bier- und Weinvorrat fürs Wochenende, nicht so in diesem Jahr, denn am Nationalfeiertag hat der staatliche Alkoholladen natürlich geschlossen. Viele Kunden ergriffen die Gelegenheit und bestellten bei Elías im Internet.

Elías macht sich keine Sorgen dass sein Geschäft geschlossen wird, weil der Onlineverkauf für Alkohol noch nicht legal ist. “Bei uns ist alles in Ordnung und tiptop. Wir haben ein französisches Unternehmen, welches den Onlineshop betreibt, wir bieten legale Produkte an, und wir haben nicht mehr Angst als Amazon oder Ebay.” meint er.
“Ich glaube auch nicht, dass uns viele an den Karren wollen. Vielleicht der ÁTVR [das staatliche Alkohol-und Tobak Unternehmen, ein Monopolist, der die Alkoholläden im Lande betreibt], und vielleicht ein paar Parlamentarier der Fortschrittspartei. Die Polizei war vor ein paar Tagen bei uns, aber die holten nur eine Bestellung ab.”

 

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